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UKSH-Blutspendemobil: Blutspende kommt zu den Menschen

Auf Initiative des Hobby-Wohnwagenwerks und des Instituts für Transfusionsmedizin des UKSH sowie mit Unterstützung der UKSH Förderstiftung entstand das Blutspendemobil auf Wohnwagenbasis. Fotos: UKSH

UKSH startet neues Blutspendemobil: Flexibles mobiles Angebot sichert die regionale Versorgung direkt an Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Behörden in Schleswig-Holstein

Das deutschlandweit erste Blutspendemobil seiner Art macht Blutspenden direkt vor Ort möglich – bei Unternehmen, Behörden, Schulen, Hochschulen und Vereinen. 

Blutspenden, wo Menschen arbeiten, lernen oder sich engagieren: Das UKSH hat ein neues Blutspendemobil in Betrieb genommen, das die bestehenden Blutspende-Angebote ergänzt und Blutspenden einfacher machen soll. Geplant sind Einsätze vor allem bei Unternehmen und Einrichtungen zunächst im Großraum Kiel. Künftig werden auch ländliche Regionen sowie der Raum Lübeck stärker einbezogen.

Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken zählte zu den ersten Spenderinnen im neuen Mobil.
Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken zählte zu den ersten Spenderinnen im neuen Mobil.

„Am UKSH benötigen wir jährlich rund 45.000 Blutkonserven für die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird es zunehmend schwieriger, diesen Bedarf allein über stationäre Strukturen zu decken. Mobile Angebote sind daher ein wichtiger Baustein, um die Versorgung langfristig zu sichern“, sagt Prof. Dr. Siegfried Görg, Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin des UKSH.

Das Blutspendemobil ist mit vier Spendeliegen, moderner EDV, Notfallausrüstung und mit einer non-invasiven Messung des Blutfarbstoffs ausgestattet, sodass kein zusätzlicher Einstich mehr nötig ist. Dadurch braucht es nur noch einen Pieks für die eigentliche Spende. Pro Einsatz sind in einer vierstündigen Spendezeit 35 bis 50 Blutspenden möglich. Vor Ort ist ein Team aus mindestens vier Mitarbeitenden im Einsatz, darunter medizinisches Fachpersonal, ärztliche Betreuung und ein Fahrer. „Wir merken, dass Blutspenden im Alltag vieler Menschen weniger Raum finden – auch, weil Arbeits- und Lebenswelten dichter geworden sind“, sagt Dr. Sven Ole Schuster, Bereichsleiter der Blutspende des Instituts für Transfusionsmedizin des UKSH. „Deshalb ist es folgerichtig, mit der Blutspende dorthin zu gehen, wo Menschen ohnehin sind. Wenn das Blutspendemobil auf dem Betriebsgelände, vor einer Hochschule oder bei einer Behörde steht, wird Blutspende sichtbarer, einfacher und oft auch zum Gesprächsthema.“

Das Mobil auf Wohnwagenbasis entstand auf Initiative der Firma Hobby-Wohnwagenwerk und wurde gemeinsam mit dem Institut für Transfusionsmedizin des UKSH realisiert. Die Förderstiftung des UKSH unterstützte das Projekt mit 72.913 Euro. „Als Unternehmen aus Schleswig-Holstein freuen wir uns, dass aus einer Idee ein Projekt entstanden ist, das ganz konkret Menschen helfen kann“, sagt Holger Schulz, Geschäftsführer der Hobby-Wohnwagenwerk GmbH. „Die Verbindung aus technischer Erfahrung im Fahrzeugbau und medizinischem Bedarf am UKSH hat gezeigt, was partnerschaftliche Zusammenarbeit bewirken kann.“

Einrichtungen können das Blutspendenmobil anfragen

Interessierte Unternehmen, Behörden, Schulen, Hochschulen, Vereine und weitere Einrichtungen können das Blutspendemobil über www.uksh.de/blutspendemobil anfragen. Nach der Anfrage nimmt das Team des Instituts für Transfusionsmedizin Kontakt auf und stimmt die Details des jeweiligen Spendetermins ab. Geplant sind Einsätze derzeit insbesondere mittwochs und donnerstags in den Zeitfenstern 10 bis 14 Uhr oder 12 bis 16 Uhr.

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Weitere Informationen zu finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten für Projekte des UKSH gibt es unter www.uksh.de/gutestun .

Text: UKSH

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