Das aktuelle Ausbildungsjahr hat zwar gerade erst vor wenigen Wochen begonnen, aber dennoch werden in den ausbildenden Unternehmen schon jetzt die Weichen für das kommende Jahr gestellt. Auch beim Elmshorner Unternehmen DREI-D Direktwerbung sind die Vorbereitungen für den neuen Azubi-Jahrgang in vollem Gange. Ausgebildet werden Kaufleute im Büromanagement, Fachkräfte für Lagerlogistik und Fachinformatiker für Systemintegration. Kerngeschäft des 1975 gegründeten Unternehmens ist die webbasierte Kontrakt- und Werbemittellogistik. Rund 150 Mitarbeiter sind in Elmshorn tätig, darunter aktuell 15 Auszubildende.„Wer sich für eine Ausbildung bei uns ab dem kommenden Sommer interessiert, kann sich bereits jetzt bewerben. Auch Praktika sind möglich“, erzählt Ines Delmas.
Sie ist Einkäuferin im Unternehmen und für die Betreuung der Auszubildenden zuständig. Die Azubis können auf Wunsch beim Führen des Berichtsheftes unterstützt werden, persönliche Mentoren stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite und auch Lerngruppen zum Vertiefen des Berufsschulstoffes werden angeboten. Seit Jahren pflegt das Unternehmen einen engen Austausch mit der Boje-C.-Steffen-Gemeinschaftsschule in Elmshorn. Neben Beratungsangeboten werden unter anderem auch Betriebspraktika für die Gemeinschaftsschüler angeboten.
DOCH WIE SIEHT DER ALLTAG ZUM BEISPIEL ALS KAUFFRAU FÜR BÜROMANAGEMENT AUS?
Die 22-jährige Lea Schünhoff befindet sich im zweiten Ausbildungsjahr zur Kauffrau im Büromanagement. „Ich habe immer schon gern administrative Aufgaben übernommen und mich nach einem Praktikum für eine Ausbildung in diesem Unternehmen entschieden“, erzählt sie. Für das Unternehmen hat Lea sich entschieden, weil ihr Bruder seine Ausbildung bei DREI-D absolviert hatte und von dem Arbeitsklima und abwechslungsreichen Alltag begeistert war. Lea Schünhoffs Arbeitstag beginnt zwischen 7 und 8 Uhr morgens. „Einen festen Ablauf gibt es für mich nicht. Ich erstelle zum Beispiel Praktikantenverträge, betreue den Social-Media-Auftritt, schreibe dafür Beiträge und wähle Fotos aus“, fasst Schünhoff zusammen.
Neben allgemeiner Auftrags- und Sachbearbeitung sowie Vertriebs- und Marketingtätigkeiten sitzt sie auch zweimal in der Woche in der Telefonzentrale, dem Dreh- und Angelpunkt eines jeden Unternehmens. Sie wirkt bei der Organisation von Projekten und Events mit.„Da ist Lea ein absolutes Naturtalent“, sagt Ines Delmas begeistert. Die schulische Ausbildung findet wöchentlich in der Berufsschule in Pinneberg oder im RBZ Itzehoe statt. Wer sich für diese Ausbildung interessiert, sollte einen Mittleren Schulabschluss (Realschule) Fachhochschulreife oder Abitur haben. Die Ausbildungszeit beträgt drei Jahre.
WAS MACHT EINE FACHKRAFT FÜR LAGERLOGISTIK?
„Viel und es wird nie langweilig“, sagt Mikko Suhr. Der Arbeitstag beginnt für ihn früh. „Um 7 Uhr geht es los, aber ich bin immer etwas eher da“, erzählt er. Die ersten Aufgaben: Müllcontainer und Restmüll nach draußen stellen, damit diese abgefahren werden können. „Anschließend sehen wir nach, ob noch Aufträge vom Vortrag bearbeitet werden müssen, ansonsten starten wir mit dem Kommissionieren der neuen Bestellungen“, so Suhr. Er nimmt sich einen Lieferschein, läuft zwischen den Regalen hin und her, um die bestellten Artikel zusammenzusuchen.
Anschließend wird verpackt und die Bestellung für den Versand vorbereitet. Zu seinen weiteren Aufgaben zählen die Warenannahme und Qualitätsprüfung, das Be- und Entladen von Lkws sowie das Ordnen, Pflegen und Sortieren von Warenbeständen.

Während der Ausbildung hatte Suhr bereits die Möglichkeit, einen Staplerschein zu machen. Bewerbungsvoraussetzung ist der Erste Allgemeinbildende Schulabschluss (Hauptschule) oder Realschulabschluss. Die Berufsschule ist in Pinneberg. „Ich fühle mich in der Firma total wohl, die Arbeit macht Spaß und es wird nie langweilig“, fasst Mikko Suhr zusammen. Der 21-Jährige absolvierte eine berufsbildende Maßnahme und wurde durch einen Mitschüler auf das Unternehmen DREI-D aufmerksam. Der Mitschüler schwärmte so von dem Arbeitsplatz, dass Suhr sich seinerseits für ein Praktikum bewarb und einen Ausbildungsvertrag angeboten bekommen hat.
// Marianne Meissner