Moderne Fenster verbessern nicht nur die Energiebilanz eines Hauses. Dank effektiver Montagesysteme lassen sie sich heute auch wesentlich schneller und sauberer austauschen als noch vor wenigen Jahren. „Ein Fenstertausch ist heute meist unkompliziert umsetzbar“, erklärt Frank Lange, Geschäftsführer beim Verband Fenster + Fassade (VFF). „In vielen Fällen muss der alte Blendrahmen nicht mehr aus dem Mauerwerk entfernt werden. Stattdessen wird das neue Fenster direkt im bestehenden Rahmen neu verankert. Das vermeidet nicht nur Schmutz und Lärm in der Wohnung, sondern spart auch Zeit und damit Handwerkerkosten. Je nach Rahmenmaterial lassen sich so 30 bis 40 Prozent der Montagekosten sparen.“Â
Die besonders schnelle Montage ist immer dann möglich, wenn der bestehende Rahmen noch intakt ist. Für Fenster mit Kunststoff, Aluminium- oder Holz-Aluminiumrahmen kommt die „Einschubmontage“ in Frage. Dabei entfernen die Handwerker lediglich den alten Fensterflügel und setzen das neue Fenstersystem direkt in den vorhandenen Rahmen ein. Der Austausch dauert oft nur rund eine Stunde pro Fenster. Damit trotz des doppelten Rahmens möglichst viel Glasfläche erhalten bleibt, empfiehlt sich der Einsatz besonders schmaler Fensterflügel. Ähnlich ist das Prinzip bei Holzfenstern. Hier wird der vorhandene Rahmen leicht zurückgeschnitten und das neue Fenster darüber montiert. Der Einbau dauert in der Regel rund zwei Stunden pro Fenster. Beide Montagearten kommen ohne aufwendige Putz-, Maler oder Mauerarbeiten aus.
Beim Neubau auf Montagezargen setzen
Wer heute ein neues Haus baut oder eine umfassende Sanierung plant, kann mit sogenannten Montagezargen den späteren Fenstertausch deutlich vereinfachen. Vor den eigentlichen Fenstern werden sogenannten Montagezargen in die Mauern eingesetzt, die als Verankerung dienen. In diese Halterungen werden dann die Fenster verschraubt. Muss ein Fenster irgendwann ersetzt werden, lässt sich der Rahmen einfach lösen und austauschen. Der Fenstertausch dauert dadurch oft nur etwa 30 Minuten.Â
Zusätzlich bietet die Montagezarge mehr Schutz auf der Baustelle, weil die Fenster erst dann eingesetzt werden müssen, wenn die schmutzigsten Arbeiten bereits erledigt sind. Dadurch sinkt das Risiko von Beschädigungen deutlich. lifePR