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Partner in schwieriger Zeit

Unter anderem hilft der Bestatter auch bei der Auswahl passender Särge. Foto: Robert Schäfer

Der letzte Dienst am Menschen wird von ausgebildeten Fachleuten geleistet

Im Trauerfall stehen viele Angehörige zunächst vor allem unter Schock. Unglaublich viele Themen, Anforderungen und Fragen stürzen auf die Hinterbliebenen ein – und das zu einem Zeitpunkt, zu dem die Gedanken nicht bei Formularen und technischen Fragen sind.

Früher gab es hier weniger zu tun und einige Aufgaben wurden bewusst als Rituale der Trauerarbeit genutzt. So wurden beispielsweise die Verstorbenen von Familienangehörigen hygienisch versorgt, der Tischler fertigte den Sarg und die dazugehörige Gemeinde kümmerte sich um die Bestattung. Das ist heute meist anders. Mit dem Bestatter gibt es heute einen kompetenten Dienstleisterin schwierigen Zeiten. Die vielfältigen Aufgaben, sowohl auf technischer als auch auf menschlicher Seite, haben es notwendig gemacht, den Beruf immer weiter zu professionalisieren. Ausgebildete Bestattungsfachkräfte sind in der Lage, die Hinterbliebenen in der Vielfältigkeit der Bestattungsarten bestmöglich zu beraten gleichzeitig als erster Ansprechpartner der Trauernden helfend zur Seite stehen.

Unternehmen aus der Region

Der Arbeitsalltag eines Bestatters umfasst viele unterschiedliche Bereiche, angefangen mit der Überführung des Verstorbenen, der hygienischen Versorgung und der fachgerechten Einbettung in den Sarg bis hin zu der Organisation der Trauerfeier und der Durchführung der Bestattung. Ganz wichtig sind inzwischen aber auch die bürokratischen Formalien. Bestatter zeigen zum Beispiel den Sterbefall bei den zuständigen Behörden an, beschaffen fehlende Unterlagen und beantragen Vorschusszahlungen bei laufender Rente für Angehörige und melden den Sterbefall der Krankenkasse.

Im Hintergrund stimmen Bestatter dann auf Wunsch auch den Termin für die Trauerfeier mit dem Pfarrer oder Freiredner ab, helfen bei der Auswahl der musikalischen Umrahmung und der Blumendekoration, organisieren den Termin Friedhofsamt für die Auswahl der Grabstätte, kümmert sich um Trauerdrucksachen oder arrangieren eine See- oder Feuerbestattung.

Eine wichtige Aufgabe kommt Bestattern zu, wenn der Todesfall nicht in der Nähe des Bestattungsortes passiert. Dann kann der Bestatter, nachdem die üblichen Formalitäten wie Totenschein und Freigabe durch den Arzt erfolgt sind, den Verstorbenen dorthin überführen, wo die Trauerfeier und die Beerdigung stattfinden sollen. Innerhalb Deutschlands wird dies im Normalfall mit dem Leichenwagen erfolgen. Überführungen ins Ausland werden mittlerweile meist mit dem Flugzeug organisiert. Um den rechtlich vorgeschriebenen Zinksarg, die notwendigen Papiere und nicht zuletzt die Flüge kümmert sich der Bestatter jedoch bis heute. Anders ist es bei Urnen. Sie werden heute mit einem speziellen Speditionsdienst sicher und pietätsvoll versandt. Robert Schäfer


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