Drei Tage lang ging es für die 110 Schüler sowie 60 Lehrkräfte und Betreuer des Nortorfer Förderzentrums „Schule an den Eichen“ in die Arche Warder, um dort gemeinsam die diesjährige Projektwoche zu erleben.
Im Tierpark hatte die Tierpark-Pädagogin Stefanie Klingel für die Schüler von 6 bis 18 Jahren ein umfangreiches Programm vorbereitet. Die einzelnen Aspekte waren jeweils auf die Altersstufe der daran beteiligten Schüler abgestimmt.
Besuch bei den Seidenhühnern
Für die Kinder fingen die drei Tage gleich nach der Ankunft im Tierpark an. Hier wurde erst einmal im Seminarraum sowie im Haus der Natur gemeinsam gefrühstückt. Dann wurde mit den Kindern besprochen, wie ihr Tag weiter verläuft. Immer zwei Klassen bildeten eine Gruppe, die sich einem der ausgewählten Themen widmete.
Hierzu hatte die Tierpark-Pädagogin Unterstützung durch einige ehrenamtliche Helfer und Mitarbeiter aus dem Tierparkteam. So ging zum Beispiel die Gruppe der Tierpfleger als Erstes zu den freilebenden Seidenhühnern, die schon ganz ungeduldig auf die Kinder warteten.
Nach einer kurzen Erklärung, wie sich die Kinder gegenüber den Hühnern verhalten sollten, gab Anneke Lorenzen (Freiwilliges Ökologisches Jahr) jedem Kind einige Mehlwürmer, die sogleich an die Seidenhühner weitergereicht und von diesen dankbar angenommen wurden.
Neue Erfahrungen für die Pädagogen
Das nächste Ziel der Gruppe war das Gehege der Bentheimer Landschafe. Auch hier gab es einige Verhaltensregeln im Umgang mit den friedlichen Tieren, bevor die Gruppe zu den Schafen auf die Weide ging. Gestreichelt werden und vor allem Leckerchen abgreifen, waren hier die Ziele der Tiere.
Dann wurde es für die jungen Tierpfleger schon etwas anspruchsvoller, das nächste Ziel war das Gehege der Esel. Hier stand besonders das Kuscheln mit den großen Poitou-Eseln ganz ober auf der Wunschliste der Kinder. Ein besonderes Augenmerk fiel auf das Poitou-Esel-Fohlen „Pluto de Warder“, welches erst vier Wochen alt war. Ein weiteres sehr interessantes Thema war„Steinzeit live“.
Hierzu gingen die Gruppen mit Alicia Thomsen in das nachgebaute Steinzeitdorf und erlebten dort, wie unsere Vorfahren gelebt und gearbeitet haben. Besondere Höhepunkte waren die Herstellung von Steinzeitmessern, das Spinnen eines Wollfadens und das Bogenschießen.
Für die Pädagogen und Betreuer waren diese drei Tage ebenfalls eine neue Erfahrung. „Man lernt die Kinder hier noch einmal ganz anders kennen. Sie sind viel freier und lebenslustiger als in der Schule.
Und das herzhafte Kinderlachen beim Umgang mit den Tieren war schon ein schönes Erlebnis“, sagt die sozialpädagogische Assistentin Stefanie Schulz. Auch die Sonderschullehrerin Birgit Koop war begeistert von der Projektwoche.
„Es waren rundum gelungene Tage alle Kinder hatten viel Spaß und einige haben sogar ihre Ängste vor den Tieren überwunden. Bei vielen Kindern kann man feststellen, dass ihr Selbstvertrauen gestiegen ist und das wird sich sicherlich weiterhin positiv bemerkbar machen.
Und gerade für die Schüler eines Förderzentrums ist es wichtig, mal an einem anderen Ort unterrichtet zu werden“, so die Pädagogin weiter. Frank Affler