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Neuorientierung am Jahresende

Wenn im Büro die besinnliche Zeit anbricht, ist mehr Raum für Gespräche.    Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Eine Coachin verrät, wie man das Jahresende geschickt für Veränderungen nutzt.

Gegen Ende des Jahres liegt der Arbeitsmarkt brach? Von wegen, sagt Coachin Sabine Votteler. Denn: Gerade in der Vorweihnachtszeit und zwischen den Jahren böten sich Arbeitnehmern besonders gute Chancen, auf sich aufmerksam zu machen, so die Expertin. Die Konkurrenz sei geringer. Zudem werde Ende des Jahres viel geplant - neue Rollen und Teamzusammensetzungen etwa. Ein idealer Zeitpunkt für Initiativbewerbungen.

Unternehmen aus der Region

Ideal: Weihnachtsfeiern oder auch Weihnachtswünsche per Mail erlauben eine Kontaktaufnahme, ohne aufdringlich zu sein. Votteler rät, im Gespräch oder in der Mail nebenbei anzubringen, dass man sich verändern möchte oder sich das zumindest vorstellen kann. Vielleicht gelänge es so, sich auf einen Anruf oder ein Gespräch im Januar zu verabreden.

Kleine Signale machen den Unterschied
Wichtig: "Überstürzen Sie nichts, natürlich sollte man nicht am Glühweinstand auf dem Weihnachtsmarkt ein Bewerbungsgespräch führen - das passt nicht“, so die Expertin. Es gelte vielmehr vorsichtig vorzufühlen und den Weg fürs neue Jahr zu ebnen. 

Auch online bietet die besinnliche Zeit Chancen: "Schreiben Sie einen persönJahresrückblick in lichen einem beruflichen Netzwerk wie Linkedin und erwähnen Sie auch hier, dass sie sich 2026 verändern möchten", rät die Expertin. 

Weil viele professionelle Social-Media-Teams über den Jahreswechsel pausierten, sei die Chance auf Sichtbarkeit eines solchen Beitrages höher als im restlichen Jahr. Das ist günstig, um auf sich aufmerksam zu machen. 

Aber es zeigt noch etwas: "Am Jahresende aktiv zu sein, ist auch einfach ein gutes Signal an einen potenziellen Arbeitgeber", so Votteler. "Das ist ein Zeichen dafür, dass ich beruflich engagiert bleibe, auch wenn andere sich zurückziehen."



dpa/tmn


Sabine Votteler ist Coachin für berufliche Neuorientierung.   Foto: C. Kasper/S. Votteler/dpa-tmn
Sabine Votteler ist Coachin für berufliche Neuorientierung.   Foto: C. Kasper/S. Votteler/dpa-tmn

Zur Person

Sabine Votteler war über 20 Jahre lang Führungskraft, bevor sie sich 2014 selbstständig machte. Heute arbeitet sie als Coachin für berufliche Neuorientierung in Reutlingen.






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