Schließen
Um Ihre Registrierung abzuschließen, gehen Sie in Ihr E-Mail-Postfach und folgen dem Link in der Bestätigungsmail. Danach können Sie den Artikel frei lesen. E-Mail erneut senden

Museum Kunst der Westküste: Ein Ort zum Anfassen und selbst erfahren

Entspannung und Kunstgenuss: Eintauchen in die Dimensionen des Museums

 Sie haben schon lange mal wieder einen Museumsbesuch geplant, sich im Vorweg vielleicht schon über die App „MKdW“ über das informative, lebendige und modern aufgebaute Museum Kunst der Westküste (MKdW) in Alkersum informiert? Eventuell haben Sie sich schon digital auf die Kunst-Reise begeben und Stationen auf Föhr besucht? Dann fühlen Sie sich auch auf diesem Wege eingeladen, einen vertiefenden Eindruck über das vor 15 Jahren entstandene Kulturzentrum auf Föhr zu gewinnen. Ein Tag oder auch eine Nacht im MKdW zu verbringen, ist ein Kinderspiel. Und auch die Kleinsten der Gesellschaft finden über den Weg der Kunstvermittlung mit qualifizierter Anleitung hier ihre Sichtbarkeit und ein vielfältiges Angebot, um den Begriff der Kunst haptisch werden zu lassen und mehrdimensional erlebbar zu machen.

Die Ausstellung

Die Warme eines Sommertages fängt Besucher ein, sobald der erste Raum der aktuellen Ausstellung„Frischer Wind“ im MKdW betreten wird. Entgegen der pro Ausstellung wechselnden Farbgestaltung in einem warmen orange-gelben Farbton, prangt hier in großen Buchstaben Winter an der Wand. Letztlich spiegelt sich im gesamten Raum das Licht, welches auf den Exponaten eingefangen wurde. Gekonnte Blickführungen zeigen deutlich die Handschrift und das Können der Kuratoren, die mit viel Gespür sowie Hintergrundwissen über die einzelnen Exponate, die Besucher durch die Präsentation leiten.

Achtsam sein

Kleine Ruheinseln laden im gesamten Museumsbereich zum Verweilen, Wirkenlassen, Entspannen und Recherchieren ein. Ein Besuch im MKdW Alkersum ist mehr, als sich von einem interaktiven Rundgang durch einzelne Räume leiten zu lassen. Aufmerksamen Besuchern wird nicht entgehen, dass sich auf dem Eichenfußboden des großzügig aufgebauten Gebäudes, unterhalb der Exponate QR-Codes befinden. Mithilfe derer werden Erklärungen und Fakten zu den einzelnen Werken vermittelt.
Es fällt auf, dass sich trotz der Vielzahl an Besuchern zu keinem Zeitpunkt ein Gefühl der Unruhe im Museum verbreitet. Ein Grund dafür ist sicherlich der Aufbau des Gebäudeensembles: Der durch den Architekten Gregor Sunder-Plassmann entworfene, preisgekrönte Museumskomplex verbindet auf harmonische Weise Tradition und Moderne. Avantgardistische, von außen weiß verputzte Saalkuben wechseln sich mit einer großen reetgedeckten Ausstellungshalle sowie historischen Friesenhäusern und einem Glasgang mit Präsentationsnischen ab.

Ruheinseln und Gartenidyll

Der bezaubernde Museumsgarten wartet mit historischem Baumbestand und alten Föhrer Rosensorten auf, welche im Frühsommer in besonders intensiven Farben erstrahlen und in einem geschickten Arrangement den Blick auf Grethjens Gasthof, der Museumsgastronomie, lenken. Mit den sechs anspruchsvoll gestalteten Saalbauten steht hier ein Ausstellungsareal von insgesamt 900 Quadratmetern zur Verfügung. Durch großzügige Ausblicke werden Kunst und Natur immer wieder in Beziehung zueinander gesetzt. Das anspruchsvoll gestaltete Tageslichtmuseum tritt so in einen lebendigen Dialog mit seiner ländlichen Umgebung und vermag ferner durch das elegante Zusammenspiel von historischen Stilelementen und architektonischer Moderne zu überzeugen.

Perspektivwechsel

Zwischen den einzelnen Ausstellungen, welche in unterschiedlichen Perioden wechseln, bietet sich bei einer kulinarischen Stärkung im Garten oder in den historischen Räumen von Grethjens Gasthof Gelegenheit, die Architektur auf sich wirken zu lassen. Danach geht es beispielsweise durch den Glasgang, in dem sich akutell ein Teil der Ausstellung „600 Meter über NN“ von Peter Hamel befindet, auf eine weitere Ebene. Nicht nur bildlich gesprochen, sondern interpretierend für den Titel der Ausstellung, begibt. man sich stufenweise auf einen Höhenflug und setzt schließlich zur Landung an. Wieder festen Boden unter den Füßen, kann man sich visuell und auditiv mit Peter Hamel auf einen Flug über den Nationalpark Wattenmeer begeben und sich auf die Perspektive des Fotografen einlassen.

Im Dachgeschoss des Museums werden bis zum 8. September schwarzweiß Fotografien des Künstlers Fide Struck unter dem Titel „Schippermütz und feiner Zwirn“ gezeigt.
Für Menschen jeden Alters gibt es noch eine weitere Dimension zu erleben: Die eigene Kreativität zu entwickeln, erlebbar zu machen und im Zuge eines Workshops in der Kunstwerkstatt vielleicht sogar eine neue Seite an sich zu entdecken- oder eine bereits bekannte Seite aufleben zu lassen. Übrigens: Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr haben in der Einrichtung freien Eintritt.

Die Faszination des MKdW

Viele Menschen verlassen das Museum in Alkersum mit einem inneren Leuchten und großer Begeisterung. Mäzene, Freunde und Förderer gibt es mittlerweile weit über die Grenzen Nordfrieslands sowie Deutschlands hinaus. Ein Zeichen dafür sind die engen Kooperationen mit skandinavischen Institutionen und die internationalen Besuchenden zu diversen Ausstellungseröffnungen.

Ein erheblicher Mehrwert für das MKdW besteht in der Kooperation mit Partnerinstitutionen wie beispielsweise dem Landesmuseum Hannover sowie von Privatpersonen. Dank dieser Unterstützung ist es möglich, jederzeit ein abwechslungsreiches Portfolio an Kunstwerken zu präsentieren. Das MKdW zeigt aktuell die Ausstellung„Frischer Wind“, in der bekannte Impressionisten den Facettenreichtum des Nordens auf ihre Weise interpretiert darstellen. www.mkdw.de

Text: Silke Kurtz
Fotos: MKdW & Silke Kurtz

Meine Favoriten:
Alle Orte: