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Gute Gründe für Gründungsvorhaben

Gibt man in der Suchmaschine Google den Zungenbrecher „Entrepreneurship“ ein, bekommt man die Übersetzung „Unternehmertum“. Seit über einem Jahrzehnt beschäftigt sich Dr. Anke Rasmus im „Zentrum für Entrepreneurship (ZFE)“ der Uni Kiel mit Gründungsideen von Studierenden, Absolventen, Wissenschaftlern und Mitarbeitern. Die Redaktion hat sich angesehen, was dahinter steckt.

Dr. Anke Rasmus, Leitung des Zentrums für Entrepreneurship. Foto: Uni Kiel; Grafik: Siti/stock.adobe.com
Dr. Anke Rasmus, Leitung des Zentrums für Entrepreneurship. Foto: Uni Kiel; Grafik: Siti/stock.adobe.com

Wer zu Anke Rasmus und ihrem Team in den ZfE Inkubator kommt, hat meist schon mehr als nur eine Idee im Kopf - und auch oft viele Fragen. Welche Rechtsform ist die richtige für mich? Wo bekomme ich finanzielle Unterstützung? Was muss ich alles beachten? Und in welche Fallen könnte ich stolpern? 

Nur selten bleibt es bei einem Termin und auch Anke Rasmus hat einen Fragenkatalog vor sich. „Mir geht es dabei nicht nur ums Verständnis, sondern um die Plausibilität, ob das angedachte Unternehmen wirklich Erfolg haben könnte.“ Soll das Geschäft später den Lebensunterhalt finanzieren können? Oder ist das Unternehmen vielmehr ein Nebengewerbe oder Hobby? 

Unternehmen aus der Region

Anke Rasmus sucht nach Antworten und sieht genau hin. „Wir helfen durch den Dschungel und stellen Wegweiser auf, darunter aber auch ein paar Warnschilder.“ Die Bandbreite, die im ZfE besprochen wird, reicht von kleinen Projekten bis hin zu ambitionierten wissenschaftlichen Vorhaben. „Gerade wird bspw. ein Vorhaben gefördert, welches Algen im Glas zum Verzehr züchtet“, erzählt Anke Rasmus.

Unterstützung bietet das ZfE in der Vorgründungsphase neben der Beratung aller Angehörigen der Uni Kiel ebenso mit verschiedenen Veranstaltungen und Kursprogrammen. Hilfe bekommen Unternehmer in spe unter anderem bei der Antragsstellung, wie zum Beispiel für regionale als auch nationale Förderprogramme, wie das Gründungsstipendium Schleswig-Holstein. „Wir unterstützen, wo wir können, aber es liegt in der Verantwortung der zukünftigen Gründerinnen und Gründer selbst, ihre Ideen bestmöglich umzusetzen.“

Anke Rasmus führt parallel zum ZfE den Verein Start-up SH (www.startupsh.de ) als erste Vorsitzende. Dieser Verein vernetzt gründungsunterstützende Einrichtungen in ganz Schleswig-Holstein, mit dem Ziel, Angebote und Institutionen sichtbarer zu machen. Als zentrale Anlaufstelle vermittelt der Verein nicht nur Informationen, sondern sorgt dafür, dass jeder den richtigen Ansprechpartner findet. Trotz des in den letzten Jahren gewachsenen Interesses an Gründungen wünscht sich Anke Rasmus noch mehr mutige Menschen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. „Wir brauchen sie, mehr denn je. Und wir helfen ihnen gern dabei.“ 

Julia Voigt


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