Menschen helfen“- seit fast 25 Jahren ist genau das Ziel der Tafel Itzehoe. In Itzehoe sorgt die Tafel seit dem Jahr 2000 dafür, dass noch verwertbare Lebensmittel in der Region eingesammelt und an bedürftige Menschen verteilt werden. Dafür engagieren sich rund um die Itzehoer Einrichtung rund 100 ehrenamtliche unterstützen Helfer und wöchentlich rund 350 Kunden. Über die Familien der Kunden werden jedoch weit mehr Menschen erreicht.„Die Arbeit wäre ohne unsere Ehrenamtler, Fördermitglieder und Spender gar nicht möglich.“ Mal sind es Benefizveranstaltungen, deren Erlöse der Tafel zu Gute kommen, mal unterstützen Schulen, Unternehmen und Vereine die Tafel mit Lebensmittel oder Geldspenden.„Dafür sind wir allen so unendlich dankbar“, sagt Ellen Golinja und betont, dass auch die Tafel selbst mit einer Tombola auf dem Weihnachtsmarkt aktiv werde. Wie in den Vorjahren flieBen die Erlöse in den Betrieb der Tafel Itzehoe und ihrer Mission„Lebensmittel retten Menschen helfen“. Denn: -„Das erleichtert für eine gewisse Zeit die Arbeit der Tafel“, sagt Golinja.
Dass die Hilfe aber auch anders aussehen könne, beweist Michael Hein von Kreativ Plus in der Ritterstraße. Er stellt der Tafel drei Parkplätze für deren Sprinter kostenlos zur Verfügung. Doch nicht immer läuft alles glatt. „Aufgrund der massiv gestiegenen Kundenzahlen, kann die Tafel Itzehoe zur Zeit leider nur eingeschränkt Neukunden aufnehmen“, erklärt Golinja den anhaltenden Daueraufnahmestopp.„Das hört sich im ersten Moment krass an, ist es aber eigentlich nicht“, versucht sie zu erklären. Denn: Bei Interesse können sich
Kunden online registrieren und auf eine Warteliste setzen lassen. Älteren Menschen stünde das Team um Leiter Torben Ahmling dabei selbstverständlich beratend zur Seite. „Da auch wir dem demographischen ausgesetzt sind, suchen wir dringend zuverlässige Helfer, die sich ein paar Stunden am Tag ehrenamtlich engagieren möchten“, hofft Golinja auf weitere Unterstützung. Wandel
Und weil derzeit ohnehin alle Mitarbeiter um Torben Ahmling nach wie vor am Limit arbeiten, müsse der Tafelleiter diese ganz besonders im Blick behalten. Ganz besonders wichtig sei es Ahmling mitzuteilen, dass die Tafel Itzehoe stets für Humanität, Gerechtigkeit und Solidarität stünde. Übernehme die Tafel doch soziale Verantwortung und setze sich für den nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln ein. Schon im vergangenen Jahr sagte Ahmling: „Wir helfen allen Menschen, die unsere Hilfe benötigen. Zu unseren Kunden zählen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion. Bei der Lebensmittelausgabe fragen wir nicht, woher jemand kommt, sondern wie und womit wir helfen können.“ Damit sei klar, dass die Tafel Itzehoe, die nach wir vor immer wieder auf Lebensmittel- und Geldspenden angewiesen sei, für Toleranz und Vielfalt stünde. „Wir arbeiten nicht im öffentlichen Auftrag, wir stellen uns aber der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe, die negativen Folgen von Armut zu lindern.“ km