Nur so könne noch garantiert werden, dass ausreichend Lebensmittel für die Kunden der Tafel zur Verfügung stünden. „Inzwischen hat sich ein Netzwerk aufgebaut, so dass wir auch mit anderen Tafeln tauschen“, sagt die Mitarbeiterin. Rund 100 ehrenamtliche Mitarbeiter seien derzeit bei der Tafel in Itzehoe, die im kommenden Jahr auf ihr 25-jähriges Bestehen zurückblicken kann, beschäftigt. Nahezu täglich holen Ehrenamtler Waren bei regionalen1000 Tafeln im Land retten Lebensmittel und helfen so armutsbetroffenen Menschen.
Supermärkten, Bäckereien und landwirtschaftlichen Betrieben ab, um sie dann direkt zum Tafelladen zu fahren. Dort warten dann weitere Kollegen, um die Produkte zu sortieren, zu kühlen und zu verpacken. Ausschließlich an den beiden Ausgabetagen werden die Produkte dann an Kunden, die aus Angst nichts mehr abzubekommen, meistens schon eine lange Zeit vor den Öffnungszeiten vor dem Tafelladen ausharren, verteilt.
Verschlimmert habe sich die Lage infolge von Krieg, Inflation und der Energiepreisexplosion. Schon im vergangenen Jahr hatte Torben Ahmling als Leiter der Tafel gesagt, dass sich die Anzahl der Hilfesuchenden in zwei Jahren fast verdoppelt habe. Auch anderswo im Land sehe es nicht besser aus. Und dennoch, oder gerade deswegen, haben die knapp 1000 Tafeln im Land alle gemeinsam eine Mission, ein Ziel: Lebensmittel retten und armutsbetroffenen Menschen helfen. Die Tafeln rettet Lebensmittel, die nicht mehr verkauft werden können und geben sie an Menschen in Armut weiter, die sich eine ausgewogene Ernährung nicht leisten können. Mit 60.000 ehrenamtlichen Helfern sind die Tafeln eine der größten sozial-ökologischen Bewegung in Deutschland. Pro Jahr retten sie rund 265.000 Tonnen Lebensmittel und geben sie an bis zu zwei Millionen Menschen weiter. km
Ein Teil der Erlöse aus dieser Sonderveröffentlichung wird an die Tafel Itzehoe gespendet.