Für diesen Blick in das Amrum von anno dazumal dient der Reiseführer „Amrum von A bis Z“ aus dem Jahr 1969 als Quelle für einige interessante Stichwörter. Die literarische Spurensuche entführt die Leser tief in die Geschichte der Insel und offenbart Historisches und Wissenswertes über Amrum.
Auswanderung:
Seit etwa 1870 sahen sich viele Amrumer mangels beruflicher Möglichkeiten gezwungen, auszuwandern. So verließen zwischen 1882 und 1951 die Hälfte der männlichen Bevölkerung und ein Drittel der weiblichen Bevölkerung die Insel. Der größte Teil von ihnen ging nach Amerika, wo heute mehr Menschen mit Amrumer Familienwurzeln leben als auf der Insel selbst.
Camping:
Auch für die anderen Inselorte unterhält die Gemeinde Wittdün in der Nähe des Leuchtturms einen großen, modern eingerichteten Campingplatz in den Dünen.



Hünengräber:
Die ältesten Grabhügel auf Amrum – insgesamt sind es 15 Stück auf der Insel – stammen aus der Jungsteinzeit, also aus dem Zeitraum von 10 000 bis 2000 v. Chr. Aus der Bronzezeit (2000 bis 800 v. Chr.) wurden 136 kleinere Grabhügel gezählt.
Inselbahn:
Zur Verbindung mit dem Schiffsverkehr wurde 1901 und 1902 eine Inselbahn von Wittdün nach Norddorf gebaut. Da sich der Betrieb nach der Versandung des Kniephafens nicht mehr lohnte, wurde die Inselbahn in den 1940er Jahren abgebaut. Seit rund 20 Jahren gibt es wieder eine Inselbahn, die allerdings ohne Schienen auskommt. Mit einem umgebauten, gummibereiften Geländewagen als Lok zeigt sie den Feriengästen auf Rundfahrten von Frühjahr bis in den Herbst die Insel.
Leuchtturm:
Der Leuchtturm bei Süddorf wurde 1876 fertiggestellt. Mit 64 Metern über dem Meeresspiegel ist er der höchste Leuchtturm an der deutschen Nordseeküste. Der Turm kann von Badegästen besichtigt werden.
Seezeichenhafen:
Der Seezeichenhafen in Wittdün dient zur Lagerung und Instandhaltung von 140 Seezeichen und gleichzeitig als Schutzhafen für die Küstenfischer. Auch der Seezeichenhafen kann von Badegästen besichtigt werden.


Windmühle:
Die Windmühle in Nebel hat nach dem Tod des letzten Müllers ihren Betrieb eingestellt. Sie ist noch betriebsfähig, dient aber heute als Heimatmuseum. Auf einem Grabhügel bei Süddorf steht noch eine zweite Windmühle, die zu einer Sommerwohnung umgebaut wurde.
Zwergseeschwalbe:
Von dieser Vogelart gibt es nur eine kleine Kolonie auf dem Kniepsand. Die Gelege der Zwergseeschwalben werden bei Sturmfluten leider häufig vernichtet, da die Vögel stets in unmittelbarer Nähe zum Meer brüten. Frank Deppe