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Bleibende Blumenpracht

Kleine Persönlichkeiten: Die neugierigen Gesichter der bunten Hornveilchen und die nickenden weißen Schneeglöckchen haben besonders viel Charisma. Auch der blaue Ehrenpreis und die duftenden Blüten des einfachen Veilchens lassen sich gut pressen. Fotos: Susanne Grüters (3) | stock.adobe.com (3)

Endlich recken die ersten zarten Blüten ihre Köpfchen wieder gen Himmel und erstrahlen als Farbtupfer in der erwachenden Natur. Um die Schönheit von Schneeglöckchen, Veilchen und Ehrenpreis ein wenig länger festzuhalten, braucht es nur eine Blumenpresse oder ein dickes Buch und ein wenig Geduld.

Schritt 1:

Die Pflanzen werden am besten an einem trockenen Tag um die Mittagszeit gepflückt. Die frisch geernteten Blüten sollten beim Pressen nicht feucht sein, da sie sonst braun werden oder sogar schimmeln. Am besten lässt man sie auf einem Handtuch bei Zimmertemperatur eine Stunde trocknen. In dieser Zeit die Presse vorbereiten. Die klassische Blumenpresse besteht aus zwei Holzbrettern, die an allen vier Ecken Löcher haben. Durch diese werden lange Schrauben gesteckt, die mit den passenden Muttern versehen sind. Auf die untere Platte mit den vier Schrauben werden im Wechsel Pappe, Papier und Blüten gelegt. Papier und Pappe werden dazu vorher auf die Größe der Holzplatten zugeschnitten. Begonnen wird mit einem Stück Pappe, darauf ein Blatt Papier, auf dem die Pflanzen arrangiert werden. Dann folgt wieder eine Pappe. 

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Schritt 2:

Die Pflanzenteile sollten jeweils mit Abstand auf dem Papier angeordnet werden, damit sie durch den Druck nicht übereinandergeschoben werden und zusammenkleben. Hornveilchen kann man gut mit dem „Gesicht“ nach unten legen. Andere Blüten, wie zum Beispiel Schneeglöckchen oder Duftveilchen, sehen schöner in der Seitenansicht aus. Ein Papier auf die Blüten legen und vorsichtig andrücken. Dann folgt wieder ein Stück Pappe und ein weiteres Papier, auf das die nächsten Blüten gelegt werden. So wird weiter gestapelt, bis die Presse voll ist. Abgeschlossen wird mit einem Stück Pappe, dann wird der Holzdeckel auf die Schrauben gesetzt und diese werden fest angezogen. 

„Jede noch so kleine Blüte ist jetzt ein Fest für die Sinne und zeugt von der Kraft der Natur.“

Schritt 3:

Nach zwei Tagen die Schrauben noch einmal anziehen. Danach sollte die Presse mindestens drei Wochen an einem warmen Platz stehen. Aber Vorsicht: Nicht zu warm stellen! Direkt an der Heizung trocknet alles zu schnell und die Blüten schrumpeln ein. Eine langsame und schonende Trocknung ist ideal. Nach zwei Wochen kann man vorsichtig öffnen und Blütenteile, die unansehnlich geworden sind, mit Pinzette und Nagelschere entfernen. Danach alles wieder verschließen – und noch ein wenig Geduld haben. Susanne Grüters

Du benötigst:

✿ Blumenpresse aus Holz (wahlweise ein oder mehrere dicke Bücher)
✿ 20 Blatt Löschpapier oder dickes, saugfähiges Papier
✿ 10 Bogen Feinwellpappe in den Maßen der Blumenpresse
✿ Nagelschere
✿ Pinzette Blüten und Pflanzenteile zum Pressen

Alternative Presse

Blüten können auch zwischen Buchseiten getrocknet werden. Dazu ein altes Buch nehmen, bei dem es nichts ausmacht, wenn Pflanzenreste kleben bleiben, oder Löschpapier zwischen die Seiten legen.


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