Es ist ein Idyll auf 31.000 Quadratmetern: Die Alte Obstwiese an der Kieler Straße bietet mit ihren 500 Obstbäumen nicht nur einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, sondern ist auch eine wahre Schatzkammer alter Obstsorten.
Besonders die Apfelbäume sind schützenswert: Auf der Obstwiese wachsen zahlreiche seltene, alte Sorten, darunter Finkenwerder Herbstprinz, Blutapfel und der Altländer Pfannkuchen. Viele dieser Sorten sind heute kaum noch zu finden, überzeugen aber durch ihren charakteristischen Geschmack, ihre Robustheit und ihre regionale Bedeutung. Ergänzt wird der Bestand durch alte Birnen-, und Kirsch, Pflaumen- und Quittensorten, die die Vielfalt traditioneller Streuobstwiesen eindrucksvoll widerspiegeln.
Hilfe bei der Ernte
Damit dieses Natur- und Kulturerbe erhalten bleibt, setzt sich der Verein Alte Obstwiese Neumünster mit großem ehrenamtlichem Engagement für die Pflege ein.
Die Mitglieder schneiden die Obstbäume fachgerecht, pflanzen neue Hochstämme alter Sorten nach, pflegen die Wiesenflächen und schaffen Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Wildtiere. „Wir freuen uns über jeden Mitstreiter, der sich für den Erhalt dieser besonderen Landschaft engagieren möchten“, sagt Burkhard Röse vom Verein. Die nächste Apfelernte findet statt am Wochenende vom 25. bis 26. September an der Kieler Straße, Höhe der Hausnummer 515. Anmeldungen und Vorkenntnisse sind nicht nötig. bry www.alte-obstwiese.de