Am 18. Januar 2001 wurde die WFG NF als Tochterunternehmen der Kommunen Nordfriesland gegründet. Zu den Gesellschaftern gehören alle Ämter und Kommunen sowie der Kreis Nordfriesland als Hauptgesellschafter. „Von Anfang an war und ist es bis heute unsere Aufgabe, professionelle Existenzgründungsberatung anzubieten und Firmen durch Informationen zu Fördermitteln und Entwicklungsmöglichkeiten zu unterstützen“, so der Geschäftsführer Dr. Matthias Hüppauff. Als Gründungsgeschäftsführer ist er von Anfang an dabei und feiert auch sein persönliches Jubiläum bei der WFG NF. „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, den Wirtschaftsstandort Nordfriesland zu stärken, innovative Projekte wie zum Beispiel das Drohnenprojekt „UAM Innoregion SH“ auf den Weg zu bringen und die nachhaltige Entwicklung in unserer Region aktiv und zukunftsweisend zu gestalten“, fügt Prokurist Tilmann Meyer hinzu.
Als Fördergesellschaft ist die WFG-NF nah an der Wirtschaft und bietet vielfältige Beratungs- und Weiterbildungsangebote bereit. „Wir vermitteln den Menschen und Unternehmen praxisnahes Wissen und ermutigen sie, ihre eigenen Ideen erfolgreich umzusetzen.“ In vielen Projekten arbeitet die WFG mit dänischen Partnern eng zusammen, um die deutsch-dänische Grenzregion voranzubringen. Zu den Kernaufgaben gehört seit Beginn die Ansiedlung und Wertschöpfung durch erneuerbare Energie zu forcieren.
In diesem Zusammenhang erinnert Hüppauff an das Windtestfeld vor den Toren von Husum, das von der Fördergesellschaft initiiert wurde und bis heute unterstützt und gefördert wird. „Zu den großen Erfolgen der vergangenen Jahre gehört unumstritten der spürbare Aufschwung im Bereich der erneuerbaren Energien“, so Hüppauff weiter. Dieser habe für weitreichende Einkommensquellen gerade in kleineren Gemeinden gesorgt.
„Und durch Projekte wie Windcomm, EE.SH oder die Dachmarke „Energieküste“ ist ein sehr aktives und sichtbares Netzwerk der Erneuerbaren etabliert worden.“ Auch erinnert Meyer an die erfolgreiche Kampagne „Moin Lieblingsland“, die für eine positive Standortentwicklung und mehr überregionale Sichtbarkeit gesorgt habe. Der große Erfolg in den vergangenen 25 Jahren sei durch das engagierte und professionelle Team möglich gewesen, ist sich Hüppauff sicher.
Aber auch der starke Rückhalt und die vertrauensvolle Unterstützung durch Politik und Verwaltung sowie die kontinuierliche Unterstützung durch die regionalen Sparkassen und VR-Banken sei die zentrale Grundlage für die Erfolge gewesen. „Diese Rahmenbedingungen ermöglichen es uns, auch in Zukunft Projekte nachhaltig und wirkungsvoll umzusetzen.“
Insbesondere die Digitale Transformation und Künstliche Intelligenz würden seiner Einschätzung nach große Chancen sowohl in der Wirtschaft als auch in der Verwaltung ermöglichen. „Und auch hierfür bieten wir den Unternehmen und Arbeitnehmenden unsere Hilfe an und werden ihnen Förderund Weiterbildungsmöglichkeiten aufzeigen.“
Oberste Priorität werden in Zukunft das Gewinnen von Fachkräften für Nordfriesland sowie die Unterstützung der nordfriesischen Unternehmen in diesem Spannungsfeld haben. „Wir brauchen eine Fachkräftestrategie, mit der wir Fachkräfte und junge Menschen für Nordfriesland gewinnen“, stellt der Geschäftsführer klar. Der demografische Wandel sei und bleibe eine Herausforderung für jeden Betrieb. „Und dieser Herausforderung werden wir uns weiterhin stellen.“
hjm