Bereits 2019 entstand die Idee für ein gemeinsames Gerätehaus, denn sowohl in Breklum als auch in Struckum entsprachen die Gerätehäuser nicht mehr den neuesten von der Feuerwehr-Unfallkasse (HFUK) geforderten Standards und waren schon aufgrund der heutigen Fahrzeuggrößen zu klein geworden. 2021 wurde das Grundstück an der B5 erworben, seit 2022 wurde intensiv geplant. Der symbolische Spatenstich erfolgte im Oktober 2024, und trotz widriger Wetterbedingungen im Herbst und Winter lag der Bau im Zeitplan und konnte das Richtfest wie geplant gefeiert werden. „Wo ein Dach drauf ist, da ist auch Teamgeist drin“, brachte es dabei Struckums stellvertretender Wehrführer Marten Furchner auf den Punkt.
Termingerecht konnte das Gerätehaus fertiggestellt werden, das wegen Vorgaben der HFUK doch recht groß dimensioniert gebaut werden musste. Pfingstsamstag erfolgte der Umzug beider Wehren, und damit begann für die Wehren ein neuer Abschnitt. Ab dann startete die Feuerwehr Breklum Struckum von ihrem neuen gemeinsamen Gerätehaus in Einsätze, Ausbildung, Jugendfeuerwehrarbeit, Musikzug-Proben und Übungsdienste.
Dominant zeigt sich dabei die Fahrzeughalle, die ausreichend Platz bietet für sechs Fahrzeuge: Vier Löschfahrzeuge, ein Katastrophenschutz-Löschfahrzeug, ein Mehrzweck-Transportfahrzeug sowie außerdem ein Katastrophenschutz-Notstrom-Erzeuger (NEA) auf einem Anhänger. Bis zum Einsatz „hängen“ die Fahrzeuge an Versorgungsleitungen, für die Kameradinnen und Kameraden gibt es ausreichend Platz rund um die Fahrzeuge.


Nach den Einsätzen besteht die nach Geschlechtern geteilte Möglichkeit der Schwarz-Weiß-Trennung der Einsatzkleidung, die in einer Schleuse abgelegt und zur professionellen Reinigung verpackt werden kann. Duschmöglichkeiten stehen zur Verfügung, bis es vom Sanitär in den Umziehbereich geht. Auch hier gibt es erfreulich viel Platz und vor allem individuelle Spinde zur Aufbewahrung persönlicher Gegenstände bzw. der Einsatzkleidung. Dem Feuerwehr-Musikzug steht ein Übungsraum zur Verfügung, ein Lagezentrum/ Kommandoraum, ein Funkraum sowie Werkstatt und Materiallager komplettieren das Erdgeschoss.
In der oberen Etage gibt es einen Veranstaltungs- und Schulungsraum, eine komplett ausgestattete Küche sowie einen separaten Bereich für die Jugendwehr. Dieser Trakt mit separatem Eingang ist nur mit Transponder zu betreten und bietet dem Feuerwehr-Nachwuchs neben einem Schulungsraum zwei Räume mit Spinden und Übungsbekleidung - vergleichbar der Ausstattung für die aktive Wehr im Erdgeschoss.


Die Gemeinden Breklum und Struckum als Bauherren sowie Architekt Lasse Reimann (Büro D und L Architekten Bredstedt) profitierten bei der Planung des Gerätehauses vom Fachwissen der Nutzer, die ihre Erfahrungen einbrachten. Und die Nutzer wiederum zeigen sich begeistert über die Möglichkeiten, die das neue Gerätehaus mit einer Investitionssumme von 7,2 Mio € bietet.
„Wir sind froh und dankbar, dass die Gemeinden mit uns gegangen sind“, betonte Breklums Wehrführer Alexander Loos. Der besondere Dank der Wehrführung geht an alle an Planung und Bau beteiligten Firmen sowie alle Akteure, die im Hintergrund gewirkt und den Neubau möglich gemacht haben.