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Tischlerei Herrmann in Rabel: Geballte Kompetenz direkt an der NordstraĂźe

Firmenchef Jan Herrmann demonstriert den neuartigen, solarbetriebenen Rollladen. Oben links sieht man die Solarzellen. Foto: Joachim Pohl

Jan Herrmann, stellt ein neues Produkt vor: den solarbetriebenen Rollladen mit Fernbedienung. Aus Aluminium, mit Schaumstoff verstärkt, bietet er Licht- und Einbruchschutz.

Seit 30 Jahren schon gibt es den Tischlerei-Betrieb von Jan Herrmann. Seit fast 24 Jahren liegt er direkt an der B 199 in Rabel. Inhaber Jan Herrmann hatte 1994 die damals bereits seit 80 Jahren bestehende Tischlerei Schade übernommen. Zusammen existiert der Betrieb also schon über 100 Jahre! Das nennt man Tradition und Beständigkeit!

Mit Beginn der warmen, sonnigen Jahreszeit mit vielen wolkenlosen Tagen schon im Mai möchte Jan Herrmann, Tischler- und Glasermeister, ein besonderes, innovatives Produkt in den Fokus stellen: den solarbetriebenen Rollladen mit Fernbedienung. Die einzelnen Elemente bestehen aus Aluminium, das mit Schaum verstärkt wird und deshalb stabiler ist und zudem die Wärme besser hält. Denn der Rollladen hat drei Funktionen: Er schützt gegen Licht, je nach Jahreszeit gegen zu viel Wärme oder Kälte und gegen Einbruch.

Wenn Rollläden nachträglich an einem Haus montiert werden, fehlt oft ein Stromanschluss. Zwar gibt es immer noch Modelle, die per Hand mit einem Gurtband bedient werden, doch elektrisch bedienbare Rollläden nehmen immer mehr Raum ein. Fehlt eine Stromleitung, empfiehlt Jan Herrmann die neuen Modelle, die oben am Rahmen ein relativ kleines, unauffälligen Feld mit Solarpaneelen haben. Innen ist ein kleiner Speicher eingebaut, der immer genug Strom für das Öffnen und Schließen des Rollladen hat. Jan Herrmann macht es mit der Fernbedienung vor - Rollladen rauf, Rollladen runter. Auf Wunsch kann der Rollladen mit einem Insektenschutz versehen werden.

Die Produkte werden von der Firma Roma im bayerischen Burgau bezogen. Sie werden auf Bestellung passgenau produziert und binnen zwei Wochen geliefert; die Firma Herrmann montiert sie dann beim Kunden. Zwei Leute aus dem Team von Jan Herrmann wurden eigens für die Roma-Rollläden mit Elektro-Anschlüssen geschult, aber grundsätzlich beherrschen alle Mitarbeiter die Montage.

16 Personen gehören derzeit zur Firma, und der Chef würde gern weitere Tischlergesellen und eine Bürokraft einstellen. Doch auch in seiner Branche ist der Fachkräftemangel spürbar. Nachhaltigkeit und Förderung der Region gehören zu den Kernzielen des Betriebes. Alle Produkte werden mit wenigen Ausnahmen in der 600 Quadratmeter großen Werkstatt produziert, auf den Zukauf ausländischer Fertigprodukte wird bewusst verzichtet. Gebaut wird alles aus Holz wie Möbel, Treppen, Car-Ports, Türen, Fenster sowie Innenausbau, Holzständerwerke oder Terrassen.

Fenster und Türen können auch aus Kunststoff gefertigt werden. Zum Leistungsspektrum gehört auch die qualifizierte Glaserarbeit - schließlich ist der Chef nicht nur Tischler, sondern auch Glaser.

Ein wichtiger Teil der Angebotspalette ist auch die Restaurierung oder der originalgetreue Nachbau alter Türen, Tore, Fenster und Möbel. Das geschieht mit modernsten Methoden nach alten Plänen. Grundsätzlich werden alle gewünschten Holzarten verwendet und verarbeitet.

Die Kunden der Tischlerei Herrmann kommen aus dem gesamten Nordosten Schleswig-Holsteins, von Flensburg über Kappeln und Schleswig bis nach Rendsburg und Eckernförde. „Der Schwerpunkt ist Kappeln“, sagt Jan Herrmann. Gearbeitet wird sowohl für private als auch für öffentliche und gewerbliche Kunden - das ganze Spektrum eben.

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