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Die Wilstermarsch erleben

Bildlich nachempfunden: Der Untergang des Dorfes Elredefleth in den Elbfluten. Weiter zurück entstand daraufhin das Dorf St. Margarethen. Foto: Regiobranding-Archiv.

Am 14. September lädt der Aktionstag „Die Wilstermarsch erleben“ zu Führungen, Radtouren, Schiffbau, Moor-Erlebnissen & Jubiläum am Störsperrwerk ein.

Langeweile sollte am Sonntag, 14. September, in der Wilstermarsch nicht aufkommen. Schließlich findet zum vierten Mal in Folge der längst über die Marschgrenze hinaus beliebte Regiobranding-Aktionstag „Die Wilstermarsch erleben“ statt. Und der hat wieder einiges zu bieten. Immerhin werden an insgesamt 17 Stationen Alleinstellungsmerkmale der Stadt Wilster und der Wilstermarsch präsentiert. Abgerundet werden diese zudem durch zwei geführte Radtouren. Möglich machen das wieder engagierte Personen aus der Region. Sie haben sich zusammengetan, um ein vielfältiges Programm auf die Beine zu stellen.

Unternehmen aus der Region

„Das diesjährige Motto lautet „Die Wilstermarsch eine vom Wasser geprägte Region“, sagt Jürgen Ruge als Sprecher der Lenkungsgruppe. Grund genug, Antworten auf die Fragen „Wo durchzog die Wilster-Au einst die Stadt?“ oder „Warum versank das Dorf Elredefleth in den Elbfluten?“ zu finden. 

Fachkundige und mit der Wilstermarsch bestens vertraute Menschen zeigen den Teilnehmern des Aktionstages, der offiziell um 10 Uhr vor der Gartentreppe des Neuen Rathauses eröffnet wird, daher an vielen Stationen Besonderheiten der Region. Der Begrüßung schließen sich vielfältige Angebote für die ganze Familie an. Freuen dürfen sich die Teilnehmer unter anderem auf Führungen durchs Alte Rathaus in Wilster. Dabei erfahren die Gäste, das dieses einst als Handelsplatz an der Wilster-Au genutzt wurde. Ebenfalls dort anzutreffen sein wird der Stördorfer Arno Kruse. Er hat sich intensiv mit der Tradition des Schiffbaus in Wilster Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts befasst. Mit seinem Vortrag über „Maritimes aus alten Tagen“ möchte er die Besucher ab 11.30 Uhr in seinen Bann ziehen. Zu Fuß geht es ebenfalls vom Alten Rathaus mit Hans-Peter Micheel entlang der einstigen Wasserläufe in Wilster. Weitere Sehenswürdigkeiten aber sind auch die Honigflether Schöpfmühle sowie die dort auf der Wettern anzutreffenden Modellbauschiffe der Modellbau-Schipper aus Beidenfleth. Auch sie wollen aufzeigen, welche Bedeutung das Wasser in der Wilstermarsch hat und wie die Wasserläufe oder Bäche für die Freizeitgestaltung genutzt werden können.

Unternehmen aus der Region

Pünktlich um 13 Uhr lassen die Freizeitkapitäne ihre Schlepper, Luxus-Jachten, Feuerlöschboote, Fischkutter, Küstenmotor- oder Schubschiffe in See stechen. Wer lieber selbst das Ruder in die Hand nehmen möchte, bekommt auch dazu Gelegenheit. Schließlich werden von Kasenort zur Schöpfmühle Paddeltouren angeboten. Und wenn man schon in Kasenort ist, sollte man sich auf keinen Fall die Schleusung mit Passage des historischen Segelfrachters Fritz Lexow entgehen lassen. 

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Nur wenige Kilometer weiter in Beidenfleth erwartet die Besucher um 11, 14 und 15 Uhr gleich drei Lösch-Vorführungen am Silo der Firma Trede und von Pein. Detlef-Hermann und Christian Beimgraben erläutern den Interessierten in jeweils 45 Minuten die Geschichte Kraftfutterherstellers, des den Löschvorgang eines Binnenschiffes und vieles mehr. Zum ersten Mal am Aktionstag dabei sein wird auch der örtliche Segler-Verein, dessen Jugendgruppe ihre Optimisten- und Piratenboote samt Ausrüstung präsentiert. Ausgebucht ist bereits die Werft-Führung in Wewelsfleth.

Unternehmen aus der Region

Von dort lässt sich die Tour in Richtung Glückstadt fortsetzen. Das Störsperrwerk feiert sein 50-jähriges Bestehen mit einem umfangreichen Programm, so dass Besucher sich auf interessante Ausstellungen zum Thema Küsten- und Katastrophenschutz mit Technik zum Anfassen freuen dürfen. Die Binnenentwässerung wird dort am Wewelsflether Schöpfwerk erklärt, Experten informieren zudem darüber, was im Falle einer schweren Sturmflut oder eines Deichbruchs zu tun ist. In St. Margarethen geht es um das einst in den Elbfluten versunkene Dorf Elredefleth und in zwei Führungen durch das Herrenmoor mit dem Moorkundler Helge Luthe besteht die Möglichkeit, die Wiederbelebung von Mooren hautnah zu erleben.


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