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Weit weg von zu Hause

FOTOS: LEO LINTANG, SIPHOSETHU FANTIPEOPLEIMAGES.COM/STOCK.ADOBE.COM

Wer sich für einen Freiwilligendienst im Ausland entscheidet, der engagiert sich außerhalb seines Heimatlandes ehrenamtlich - also unentgeltlich - in sozialen, ökologischen oder kulturellen Projekten. Die Projekte laufen bereits über einen längeren Zeitraum vor Ort, sodass die Teilnehmenden an dem Freiwilligendienst in der Regel keine lokalen Arbeitskräfte ersetzen, sondern unterstützend tätig sind. Bei der Mitarbeit kann es sich im Rahmen sozialer Arbeit zum Beispiel um die Betreuung von Kindern, Senioren oder Menschen mit Behinderung oder um Bildungsunterstützung handeln, bei ökologischen Projekten um Aufforstung, Umweltbildung und Artenschutz. Vorkenntnisse sind meist nicht erforderlich. 

Grundsätzlich gibt es kurzfristige Freiwilligendienste ab vier Wochen - unter anderem vermittelt von Volunteer Organisation Rainbow Garden Village mittel-  und langfristige Freiwilligendienste ab sechs Monaten. Eine finanzielle Förderung existiert allerdings in der Regel nur bei langfristigen Freiwilligendiensten, die aber nicht länger als 18 Monate sind. Bei einem geförderten Freiwilligendienst sind die Dauer und der Startzeitpunkt gegeben, sie sollten circa ein Jahr im Voraus geplant werden. Die finanzielle Förderung der Entsendeorganisationen kann sich dabei auf die Übernahme der Reisekosten, Kost und Logis beziehen.

 Kommerzielle Anbieter von Freiwilligendiensten im Ausland sind in der Regel kostenpflichtig, allerdings können die Teilnehmer dann auch die Rahmenbedingungen (Land, Dauer, Projekt) überwiegend selbst bestimmen. Auch die Altersbegrenzung, die bei geförderten Entsendeorganisationen in der Regel Volljährigkeit voraussetzt, wird bei kommerziellen Organisationen aufgeweicht. So ist eine Teilnahme an vielen Projekten auch für Minderjährige - ab dem 16. Lebensjahr möglich. 

Aber auch die Absolvierung eines FSJ-Programms (freiwilliges soziales Jahr) im Ausland birgt die staatlich geförderte Möglichkeit, dass sich bereits junge Menschen ab dem 16. Lebensjahr bis zum 27. Lebensjahr in sozialen Projekten im Ausland engagieren können.
Neben dem Alter spielen persönliche Eigenschaften eine bedeutende Rolle: Offenheit gegenüber neuen Kulturen und Menschen, Teamfähigkeit, Flexibilität und Sprachkenntnisse je nach Einsatzgebiet sind wichtige Voraussetzungen. Die beliebtesten Regionen für Freiwilligendienste sind Afrika, Lateinamerika und Asien. “

WAS MÜSSEN INTERESSIERTE ALSO MACHEN, WENN SIE EINEN FREIWILLIGENDIENST IM AUSLAND PLANEN?

1. Informieren: Je nach Programm, Dauer und Einsatzbereich gibt es unterschiedliche Anforderungen, die erfüllt sein müssen.

2. Bewerben: Der Bewerbungsprozess kann je nach Organisation über ein Jahr im Voraus beginnen. Bewerbungsunterlagen sollten in der Regel ein Motivationsschreiben und einen Lebenslauf enthalten.

3. Vorbereitungsseminare: Nach einer erfolgreichen Bewerbung werden Informationen über das Gastland, interkulturelle Hinweise und praktische Tipps vermittelt, so dass der Teilnehmende seinen Freiwilligendienst mit einem guten Gefühl beginnen kann.

 4. Ablauf im Ausland: Auch während der Arbeit an den lokalen Projekten findet ein regelmäßiger Austausch in Form von begleitenden Seminaren vor Ort statt.

5. Nach dem Einsatz: Reflektion und Nachbereitung, um die gewonnenen Eindrücke zu verarbeiten und langfristig in den Alltag integrieren zu können.

WELCHE VORTEILE BIETET EIN FREIWILLIGENDIENST IM AUSLAND?

• Persönliche Weiterentwicklung: Die eigentliche Tätigkeit im Projekt, interkulturelle Begegnungen und die Fähigkeit, sich in neue Situationen einzufinden, entwickeln Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein.
•  Erwerb beruflich relevanter Kompetenzen: Bereicherung des Lebenslaufes und damit die Möglichkeit, dass die erworbenen Fähigkeiten bei Bewerbungen vorteilhaft sind.
• Netzwerk: Knüpfen von nationalen und internationalen Kontakten.
• Gesellschaftlicher Beitrag: Sinnhaftes Engagieren für lebensnotwendige Projekte.



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