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Vorteil für Frühaufsteher

Durchblick und Visionen: Manche Jugendliche wissen ziemlich genau, was sie beruflich machen wollen. Dann ist es besonders schade, wenn der Einstieg in den Traumberuf an verpassten Fristen und Terminen scheitert. Foto: stock.adobe.com/Jörg Lantelme

Wer Bewerbungsfristen verpasst hat, hat zwar in manchen Branchen nicht alle Chancen verspielt, sollte sich aber ranhalten

Wer am Ende der Schulzeit steht, muss schnell viele Entscheidungen treffen. Ob Studium oder Ausbildung: „Der frühe Vogel fängt den Wurm“, sagt Uta Christen, Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit in Schleswig.

Für ein Studium gilt im Abiturjahr meist der 15. Juli als Bewerbungsfrist. „Dabei bewerben sie sich mit ihrem Abiturzeugnis“, erklärt Christen. Bei Fächern mit Eignungsprüfung muss man sich früher bewegen: „Besonders wichtig ist, dass für spezielle Studiengänge wie Sport, Design, Kunst, Musik oder bestimmte Sprachstudien ein früheres Kümmern erforderlich ist.“

Mehr Vorlauf braucht ein duales Studium, da die Bewerbung über Unternehmen läuft. „Bewerber sollten hier eineinhalb Jahre im Voraus beginnen, den Bewerbungsprozess zu starten. Es empfiehlt sich, sich spätestens zu Beginn der Vorentlassklasse mit den Möglichkeiten auseinanderzusetzen“, so die Berufsberaterin.

Bei Ausbildungen variieren die Fristen. „Das hängt stark von der Branche ab“, sagt Christen. „Großbetriebe erwarten Bewerbungen teilweise bereits eineinhalb Jahre vor Einstellungsbeginn“. In der öffentlichen Verwaltung „schließen ihre Bewerbungsportale nicht selten im September oder Oktober“. Kleinere Betriebe suchen oft kurzfristiger.

Wer vorab ins Ausland möchte, muss für ein späteres Studium digital vorsorgen: „In diesem Fall ist es wichtig, sämtliche Unterlagen, die für eine Studienplatzbewerbung erforderlich sind, in einer Cloud abgespeichert zu haben. Eine Vollmacht sollte man zusätzlich einer Vertrauensperson ausgestellt haben.“ Bei Ausbildungen ist ein Auslandsjahr schwieriger, da Betriebe Bewerber meist persönlich kennenlernen wollen.

Unternehmen aus der Region

Wurde eine Frist verpasst, wird es enger. Beim Studium gibt es „eine geringe Anzahl von nicht besetzten Studienplätzen“, die „kurz vor Studienbeginn verlost werden“. Auch bei Ausbildungen existieren Restplätze, „nicht jedoch in allen – wie zum Beispiel in der öffentlichen Verwaltung“. Ihr Rat: „Wer spät dran ist, sollte sich zügig einen Plan B überlegen.“

Private Anbieter sind oft flexibler: „Private Bildungseinrichtungen haben teilweise keine Bewerbungsfristen und beginnen manchmal mehrmals im Jahr mit ihrem Bildungsangebot.“ Dennoch heißt es: „rechtzeitig über die Bedingungen informieren“. Orientierung bietet die Berufsberatung. Christens digitaler Tipp: „Meine Lieblingsseite in Sachen Berufswahl im Internet ist die www.berufenet.arbeitsagentur.de .“ Online-Tests wie  „der neu aufgelegte Check-U“ helfen zusätzlich.
jvo


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