Mario: Janes, wie läuft deine Ausbildung? Bist du bis jetzt zufrieden?
Janes: Ja, auf jeden Fall. Das Teamwork im Betrieb macht echt Spaß. Man kann immer Fragen stellen und bekommt jederzeit Hilfe. Wie war das denn, als du Lehrling warst?
Mario: Als ich vor 32 Jahren angefangen habe, war die Ausbildung noch ganz anders. Wir haben damals mehr das Handwerk an sich gelernt. Beispielsweise haben wir noch den Anlasser oder Generator instand gesetzt, heutzutage werden solche Teile nur noch ausgetauscht. Einzelanfertigungen gehörten bei uns genauso wie Schweißarbeiten dazu.
Janes: Mein Vater ist auch Kfz-Mechaniker und er erzählt das Gleiche wie du. Für uns in der Ausbildung geht es viel mehr in Richtung Elektrik. Hochvolt, sprich EFahrzeuge, sind ja das große Thema für uns und ein wichtiger Teil der Ausbildung.
Mario: Und lernt ihr noch, wie man einen Motor zusammenbaut? Früher musste man selbst Fehler diagnostizieren, ohne elektronische Hilfsmittel. Mich hat das immer sehr zufrieden gemacht, wenn ich ein Auto wieder ins Laufen gebracht habe.
Janes: Na klar gehört der Motorbau auch zur Ausbildung dazu, aber das Ganze ist viel komplexer geworden. Heute gibt's Assistenzsysteme und hochmoderne Elektronik, die wir verstehen müssen. Aber das gute Gefühl, wenn ich ein Auto repariert habe und der Kunde glücklich ist, das habe ich auch. Mario, was denkst du, welche Eigenschaften sollten Azubis haben? Und welche Möglichkeiten gibt es nach der Ausbildung?
Mario: Mitbringen sollten sie vor allem Interesse und Wissbegierde. Die Möglichkeiten nach einer bestandener Prüfung sind sehr vielfältig. Du kannst deinen Meister machen oder vielleicht sogar ein Ingenieurstudium anhängen.
Janes: Würdest du den Beruf nochmal wählen?
Mario: Ja, auf jeden Fall. Die Abwechslung und die ständige Weiterentwicklung machen den Beruf besonders. Und du?
Janes: Ich auch. Es ist spannend und jeden Tag gibt es neue Herausforderungen. Ich habe den richtigen Beruf für mich gefunden.
Am liebsten hast du den Schraubendreher in der Hand und zerlegst alles, was einen Motor hat, in seine Einzelteile? Du denkst gern um die Ecke, bist ein Computer-Freak und auf Fehlersuche ein Spürhund? Dann könnte der Beruf des Kfz-Mechatronikers genau das Richtige für dich sein. Zwei, die den Beruf mit Herzblut machen, sind Mario Falk und Janes Christiansen von der AZF-Gruppe in Flensburg. Seit über 30 Jahren repariert Altgeselle Mario (48) nun schon Autos. Janes (19) hingegen wird nächstes Frühjahr fertig mit seiner Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker. Wie sich das Berufsbild im Laufe der Jahre verändert hat, darüber haben die beiden sich in ihrer Mittagspause unterhalten, und unsere Redakteurin Julia Voigt hat zugehört.