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Zwischen Tradition und Zukunft

Das Großprojekt bringt erhebliche Veränderungen für das Umfeld mit sich: So ist in diesem Bereich ein umfassender Umbau der Datumer Chaussee geplant. Foto: Hans-Joachim Kölln

Pinnebergs Feuerwehr steuert auf 150-jähriges Bestehen und eine neue Wache zu

Die Freiwillige Feuerwehr Pinneberg feiert 2027 ihr 150-jähriges Bestehen ein beeindruckendes Jubiläum, das die lange Geschichte und den kontinuierlichen Einsatz für die Sicherheit der Stadt unterstreicht. Dieses besondere Ereignis fällt in eine Phase, in der auch die Zukunft der Feuerwehr aktiv gestaltet wird. Für den Neubau der Hauptfeuerwache an der Datumer Chaussee ist laut Bürgermeister Thomas Voerste (parteilos) kürzlich der Projektsteuerer beauftragt worden. Dies teilte der Rathauschef während der jüngsten Ratsversammlung mit.

Unternehmen aus der Region

Aktuell läuft in der Verwaltung die Vorbereitung für die Ausschreibung des Generalplaners, der im Herbst 2026 feststehen soll. Für die darauffolgende Detailplanung sind zwei Jahre veranschlagt, womit dieser Schritt Ende 2028 abgeschlossen sein dürfte.

Die jetzige Wache in der Innenstadt ist seit Jahren zu klein, marode und entspricht in keiner Weise mehr den modernen Anforderungen an Ausstattung, Arbeitssicherheit und gesetzliche Einsatzzeiten. Foto: René Erdbrügger
Die jetzige Wache in der Innenstadt ist seit Jahren zu klein, marode und entspricht in keiner Weise mehr den modernen Anforderungen an Ausstattung, Arbeitssicherheit und gesetzliche Einsatzzeiten. Foto: René Erdbrügger

Ganz ohne Verzögerungen geht es jedoch nicht: Der Baubeginn ist nun laut Voerste für den Herbst 2029 angesetzt und damit sechs Monate später als ursprünglich kalkuliert. Bei einer geschätzten Bauzeit von rund zweieinhalb Jahren wird die neue Hauptfeuerwache nach aktuellem Stand Anfang 2032 bezugsfertig sein.

Dass gehandelt werden muss, steht außer Frage: Die jetzige Wache in der Innenstadt ist seit Jahren zu klein, marode und entspricht in keiner Weise mehr den modernen Anforderungen an Ausstattung, Arbeitssicherheit und gesetzliche Einsatzzeiten. Mit dem Neubau an der Datumer Chaussee geht zudem eine Neustrukturierung der Pinneberger Retter einher: Sobald die neue Wache betriebsbereit ist, wird der bisherige dritte Feuerwehrstandort in Waldenau dauerhaft geschlossen.

Mit der offiziellen Verkündung dieser Zeitschiene schafft der Bürgermeister Fakten: Dass am gewählten Standort Datumer Chaussee überhaupt Baurecht geschaffen werden muss, war bis zuletzt der zentrale Zankapfel im Rathaus.

Für das Großprojekt ist ein umfassender Umbau der Datumer Chaussee geplant. Hiergegen regt sich Widerstand. Eine Bürgerinitiative, die ein massiv erhöhtes Verkehrsaufkommen befürchtet, hat sich formiert.

René Erdbrügger

Überblick über Neubau- und Großprojekte im Kreis:

Im Kreis Pinneberg herrscht bei den Rettungskräften und Feuerwehren aktuell eine rege Bautätigkeit. Viele Wachen entsprechen nach jahrzehntelanger Nutzung nicht den modernen Standards. Stichworte sind unter anderem Schwarz-Weiß-Trennung zum Gesundheitsschutz, Platzmangel durch größere Fahrzeuge oder gesetzliche Hilfsfristen.

Hier ist ein aktueller Überblick über Neubau- und Großprojekte im Kreis:

• Quickborn: Im Ortsteil Heide wurde an einem neuen Standort eine moderne Wache errichtet. Nach dem Baubeginn Ende 2024 und dem Richtfest im Sommer 2025 wurde das 5,35 Millionen Euro teure Projekt plangemäß fertiggestellt. Eine Modernisierung der Hauptwache in der Innenstadt ist langfristig ebenfalls angedacht.

• Tornesch-Ahrenlohe: Die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) ist das Herzstück des Kreisfeuerwehrverbands. Nach insgesamt 18 Jahren Bauzeit über drei Abschnitte hinweg wurde die umfassende Modernisierung und Erweiterung im Mai abgeschlossen. Im letzten Bauabschnitt wurde unter anderem eine hochmoderne, zeitgemäße Schlauchpflegeanlage errichtet.

• Barmstedt: Die Stadt Barmstedt treibt die Planungen für den Neubau eines Feuerwehrhauses voran. Hierzu wurde das Areal für den entsprechenden Bebauungsplan Nr. 78 im östlichen Stadtgebiet planungs- und umwelttechnisch erschlossen.

• Elmshorn: In Elmshorn wurde die Infrastruktur in den letzten Jahren bereits durch die Wache Süd (Hamburger Straße) verstärkt. Aktuell stehen hier weitere Großprojekte im Raum: Geplant sind sowohl eine Erweiterung der bestehenden Wache Süd als auch ein kompletter Ersatzneubau für die in die Jahre gekommene Wache Nord.

Florian Sprenger
Florian Sprenger

Totalschaden bei Probefahrt nach der Winterpause

Trauriges Ende einer Probefahrt nach dem Winter: Am Montag, 18. Mai, ist ein historischer VW T1 zwischen Bokel und Brande-Hörnerkirchen komplett ausgebrannt. Ein 55-jähriger Autofahrer war gegen 12.15 Uhr auf der L114 unterwegs, als sein Oldtimer nur 500 Meter hinter dem Ortsausgang Bokel plötzlich Feuer fing. Der Besitzer konnte sich unverletzt in Sicherheit bringen. Für das Liebhaberfahrzeug kam jedoch jede Hilfe zu spät: Trotz des Einsatzes der Freiwilligen Feuerwehren aus Bokel, Brande-Hörnerkirchen und Westerhorn brannte der Wagen in kürzester Zeit vollständig aus.
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