Als Student hatte ich wenig Geld. Was erleben und verreisen wollte ich aber auch gerne. Wie in den 1970er-Jahren üblich, ging das nur als Tramper.

Mit meinem Freund Uwe wollten wir nach Rumänien ans Schwarze Meer. Mit dem Zug fuhren wir bis Budapest, dann weiter als Anhalter bis Constanta, das direkt am Wasser leicht. Über 1000 Kilomter waren das, die wir zurücklegen mussten. Manchmal mussten wir in der glühenden Hitze mehr als zwei Stunden am Straßenrand warten, bis uns jemand nur für ein paar Kilometer mitnahm.
Einmal konnten wir eine große Strecke, ohne mit dem Daumen zu winken zurücklegen, als uns ein slowakischer Reisebus mitnahm.
Ganz beeindruckt waren wir von den hohen Bergen in den Karpaten. So etwas kannten, wird als Flachländer gar nicht.
Die Rücksäcke kamen in die Gepäckaufbewahrung
Am Schwarzen Meer konnten wir uns kein Hotel leisten und haben nachts ohne Zelt im Schlafsack im Wald geschlafen. Tagsüber haben wir unsere schweren Rucksäcke bei der Gepäckaufbewahrung am Bahnhof abgegeben und zur Nacht wieder abgeholt.
Den ganzen Tag haben wir am Strand oder auf dem Markt verbracht.
Wegen der hohen Berge war uns das Trampen bis Budapest für den Rückweg zu aufwendig. Wir haben uns eine Bahnfahrkarte gekauft. Wir zeigten den dem Internationalen Studentenausweis vor und so kostete eine Bahnfahrkarte gerade einmal 32 Mark.