„Wenn eine oder einer eine Reise macht, dann kann sie oder er viel erzählen.“ An diesen Satz muss ich immer denken in diesen Tagen, da ich durch eine Krankheit an unser Haus gefesselt bin. Die vielen Alben und Fotos, die mit durch diese Zeit begleiten, sprechen Bände.

Wenn ich einen diesen betrachte Reisebegleiter oder auch durchlese, kommen vielen Fahrten und Erlebnisse in meine Erinnerungen. Meine Frau und ich sind jahrelang auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs gewesen und konnten damit fast die halbe Welt besichtigen, Menschen und Tiere, Blumen und Pflanzen fallen mir ein und natürlich die Geistlichen, für die ich auf etlichen Dampfern die Verantwortung für die Evangelische Kirche in Deutschland trug. Immer dann, wenn es auch um etwas Anderes ging, wenn fremde Länder und Städte in mein Gedächtnis kommen, wird meine Erinnerung sehr deutlich. Natürlich fallen mir die Landschaften ein, so die Wüste in Namibia oder das herrliche Wasser der Südsee, die Bergtour auf 3000 Metern Höhe mit dem Bus durch den Jemen, die Fahrradtour durch die Dörfer in Vietnam, die Straßenbahnen in Lissabon oder in San Francisco, die Zollkontrollen in China, Russland und in den Vereinigten Staaten von Amerika, Japans eindrucksvoller Berg oder die Fahrten auf den Straßen Neuseelands oder St. Petersburgs und zum Nordkap Norwegens.
Was ich aber auch nicht vergessen werde, sind die Reaktionen der Menschen und der Passagiere, die oft genug aus ihren Vorurteilen gerufen worden und ganz plötzlich die Menschen in der Fremde nicht mehr als Fremde oder bedrohlich erlebt haben; sondern in ihnen Mitbürger in Gottes schöner Welt entdecken. Das ist etwas, wenn ich in meiner Wohnung an die Menschen in aller Welt denke und davon kann ich viel erzählen.