Die aktuelle Statistik des Statistischen Bundesamtes zeigt einen positiven Trend: Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der Pflege ist 2024 gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent gestiegen. Das teilte der Deutsche Pflegerat mit. Insgesamt entschieden sich rund 59.500 Menschen für eine Ausbildung zur Pflegefachperson.
Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats, bewertet diese Entwicklung als starkes Zeichen: „Trotz der bestehenden Probleme erkennen viele, insbesondere junge Menschen, den Wert dieses Berufs. Sie sehen die vielfältigen Karrierechancen, die verbesserte Bezahlung, die Arbeitsplatzsicherheit und die nachhaltige Bedeutung der Pflege als sinnstiftenden Beruf. Dass sich so viele für diesen Weg entscheiden, zeigt, dass die Pflege eine Zukunft hat. Das macht zuversichtlich.“ Gemeinsam müsse man weiter daran arbeiten, die Bedingungen in der Pflege zu verbessern.
Der Deutsche Pflegerat fordert daher eine rasche Umsetzung des Pflegekompetenzgesetzes und des Pflegefachassistenzeinführungsgesetzes. Es brauche verbesserte Arbeitsbedingungen, eine bundeseinheitliche Bildungsstruktur und die Anerkennung der Pflegeprofession als eigenständige Säule des Gesundheitswesens.
Die Pflegeprofession müsse gleichberechtigt in die Selbstverwaltung des Gesundheitswesens integriert werden. Sie müsse mitdiskutieren, mitgestalten und mitentscheiden dürfen. Zudem müsse die Digitalisierung konsequent, praxistauglich und erlebbar umgesetzt werden. Als übergeordnetes Ziel fordert der Deutsche Pflegerat die grundrechtliche Verankerung der Pflege. msl