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Mit Herzblut im Einsatz

Männer und Frauen in der Pflege sind das Rückgrat unseres Gesundheitssystems und leisten Tag für Tag wertvolle Arbeit. Foto: Lumos sp/stock.adobe.com

Am Tag der Pflege am 12. Mai werden die Berufe der Branche in den Fokus gerückt

Anderen helfen, ohne selbst krank zu werden, trösten, andere ohne selbst zu verzweifeln: Pflege ist ein herausfordernder Job, der den Pflegenden alles abverlangt. Von der leichten Hilfe im Haushalt bis hin zur Betreuung von Schwerstkranken in einer Einrichtung: Pflege hat viele Facetten. Fast zwei Millionen Frauen und Männer kümmern sich in Deutschland um kranke und pflegebedürftige Menschen. Das Thema Pflege bleibt aktuell und spannend. Der „Tag der Pflege“ ist dabei eine gute Möglichkeit, um der modernen Pflege eine Bühne für ihre wichtige Arbeit zu geben.

Unternehmen aus der Region

Denn der Bedarf an Pflegefachkräften ist weiterhin groß. Um die Ausbildung attraktiver und moderner zu machen, gab es daher in den vergangen Jahren zahlreiche Neuerungen. Wie sehen aktuell die Wege in die Pflege aus?

Wer sich für das Berufsfeld Pflege interessiert, kann sich zwischen verschiedenen Karrierewegen entscheiden. Seit die Pflegeberufe Anfang 2020 reformiert wurden, gehört die duale Ausbildung zum Pflegefachmann oder zur Pflegefachfrau zum Standard. Darauf macht die Bundesagentur für Arbeit auf „abi.de “ aufmerksam.

Die damals neu geschaffene generalistische Ausbildung bereitet angehende Pflegefachleute darauf vor, Menschen in jedem Alter und in allen Versorgungsbereichen zu pflegen, erklärt Otto Pompe von der Agentur für Arbeit in dem Beitrag. Die bisherigen Ausbildungsberufe in der Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege wurden damit abgelöst. Angehende Pflegefachleute lernen die Theorie an anerkannten Pflegeschulen und die Praxis im Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung.

Unternehmen aus der Region

Mit Ende der Ausbildung erlangen sie einen EU-weit anerkannten Berufsabschluss und können sich flexibel entscheiden, in welchem Fachbereich sie arbeiten wollen.

Ein Vertiefungseinsatz während der Ausbildung, etwa in der Alten- oder Kinderkrankenpflege, kann aber zu einem gesonderten Abschluss in dieser Spezialisierung führen.

Als akademische Alternative wurde auch der duale Studiengang Angewandte Pflegewissenschaften eingeführt. Otto Pompe erklärt den ausbildungsintegrierten Ansatz so: An Fachhochschulen lerne man die Theorie, an Pflegeschulen die berufsfachliche Ausbildung, ergänzend gibt es praktische Einsätze. Genauso gilt seit Anfang 2020: Wer Hebamme werden will, muss ein Studium absolvieren. Das duale Bachelorstudium heißt Hebammenkunde oder angewandte Hebammenwissenschaft. Hintergrund der vielen Neuerungen ist laut Otto Pompe vor allem das Ziel, die Pflegeberufe aufzuwerten und an moderne Anforderungen anzupassen. dpa/bes


Information

Tag der Pflege

Nächstenliebe und die Bereitschaft, sich für Kranke und Pflegebedürftige buchstäblich aufzuopfern: Bis ins 19. Jahrhundert genügte das als Qualifikation für die Krankenpflege. Erst Florence Nightingale erkannte, dass mehr dazugehört, nämlich fundierte medizinische und pflegerische Kenntnisse. Sie machte sich für eine professionelle Ausbildung für die Pflegeberufe stark und professionalisierte damit das gesamte Krankenpflegewesen. Geboren wurde sie am 12. Mai 1820, und an ihrem Geburtstag wird jedes Jahr der Internationale Tag der Pflege begangen. Ins Leben gerufen wurde er vom International Council of Nurses (ICN). Der diesjährige Internationale Tag zielt darauf ab, die Wahrnehmung der Krankenpflege zu verändern und zu zeigen, wie strategische Investitionen in die Krankenpflege erhebliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Vorteile bringen können. txn/msl


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