Nach 17-jähriger Betriebszugehörigkeit ist Sönke Ruẞ den Kunden der Scheel Haustechnik längst kein Unbekannter mehr. Und dennoch wissen die Wenigsten, dass der 60-jährige Meister in der Kältetechnik seit Oktober diesen Jahres auch den Posten des Geschäftsführers an der Seite von Joachim Scheel ausübt. Gemeinsam mit dem ehemaligen Inhaber des alt eingesessenen Familienbetriebes, das 1931 von Helmut Scheel gegründet wurde und seit dem vergangenen Jahr zur HomeServe Gruppe gehört, bildet Ruß die Doppelspitze in dem Unternehmen.
Ruẞ bald alleiniger Geschäftsführer
„Allerdings nicht so lange, schon Mitte nächsten Jahres scheide ich aus, so dass Sönke alleiniger Geschäftssführer sein wird“, sagt Joachim Scheel. Oft werde er gefragt, ob er sich dann zur Ruhe setzen werde. „Natürlich nicht, aber ich werde innerhalb der HomeServe Gruppe andere Aufgaben übernehmen, um die Region zu stärken“, kündigt Joachim Scheel mit groBer Freude an. Der Motivation, das Familienunternehmen an die Gruppe zu verkaufen, sei der fehlenden Nachfolgeregelung geschuldet.
„Meine Kinder haben andere berufliche Pläne und wollen den Betrieb nicht übernehmen“, sagt Scheel. Ihm sei es aber dennoch wichtig gewesen, sicherzustellen, dass das Unternehmen weiterläuft. Und Ruẞ, der bereits seit 2019 als Prokurist tätig war habe sich zum Ziel gesetzt, jungen Leuten auch in Zukunft eine Perspektive bieten zu können. „Damit stellen wir unter anderem auch sicher, dass wir Azubis oder Gesellen wie bisher im Betrieb halten und damit auch der jüngeren Generation Verantwortung übertragen - schließlich wünsche ich mir, dass es hier weitergeht, auch wenn ich mal in den Ruhestand gehe.“
Dass die Wärmewende ein starkes Handwerk braucht, sei Scheel und Ruß schon seit langem klar. „Die Versorgung in den Bereichen Sanitär, Heizung und Klima in der Region ist unser Auftrag“, sagt Ruß mit dem Wissen, dass HomeServe ein führender Dienstleister im Bereich Sanitär, Heizung und Klima sei, der auf das deutsche SHK Handwerk setze und seit drei Jahren eine deutschlandweite SHK Handwerksgruppe aufbaut.
„Der Gruppenverband umfasst inzwischen 16 SHK- Betriebe mit rund 780 Mitarbeitern“, sagt Scheel. Diese kümmern sich deutschlandweit um das Zuhause ihrer regionalen Kunden mit Heizungsinstallationen, Badsanierungen, dem Einbau von Photovoltaikanlagen und der zuverlässigen und zeitnahen Abwicklung von Reparaturaufträgen. Die Vorteile des Gruppenverbandes aber sei auch: „Wir können nach wie vor mit unserem Namen, unserem Logo und unserem aus 34 Mitarbeitern bestehenden Team in der Region präsent bleiben“, sagt der einstige Inhaber. Im Hintergrund profitiere das Traditionsunternehmen vom Gruppenverbund als strategischer Partner in unterschiedlichsten Bereichen wie in der Digitalisierung von Kernprozessen, beim Wissenstransfer innerhalb der Gruppe, durch Einkaufsvorteile oder auch dadurch, dass HomeServe bei der Gewinnung von neuen Mitarbeitern unterstützt.
Vorteile auch für die Mitarbeiter
Und die Mitarbeiter? „Auch die haben Vorteile - sie erhalten unter anderem Benefits, die wir als Unternehmen nicht bieten konnten“, sagt Ruß und hebt noch einmal deutlich hervor, dass sich für die Kunden nichts ändere. Nach wie vor biete das in der Gasstraße ansässige Unternehmen ein zukunftssicheres Leistungsportfolio mit immer neuen Technologien in den Bereichen Heizung, Lüftung, Sanitär, Schwimmbäder, Kälte und Klima sowie regenerative Energien an.
km