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Jeder einzelne Einbruch ist einer zu viel

Angekippte Fenster sind für Einbrecher fast gleichbedeutend mit offenen – zu leicht ist das Einsteigen darüber. Foto: dpa-mag

Die dunkle Jahreszeit lockt Einbrecher an / Experten raten: Vorbeugen ist möglich

„Bei mir ist doch eh nichts zu holen.“ Dieser Satz fällt des Öfteren, wenn es um das Thema „Einbruchschutz“ geht. Aber ist das wirklich so? Noch immer geschieht in Deutschland knapp alle 10 Minuten ein Einbruch. Und die aktuell wieder steigenden Fallzahlen dürften diesen Zeitraum wieder weiter verkürzen.

Oftmals ist von einem Einbruch nicht nur eine Person betroffen: Die meisten Taten führen zu gleich mehreren Opfern, deren Privatsphäre verletzt wurde und die unter dem Diebstahl liebgewonnener Dinge langanhaltend leiden. Jeder Einbruch ist deshalb einer zu viel.

Und jeder kann etwas für seine Sicherheit und die seiner Wertsachen tun – angefangen bei dem richtigen Verhalten. Dazu zählt beispielsweise die Haus- oder Wohnungstür immer abzuschließen, auch wenn man das Haus nur kurz verlässt. Ratsam ist auch, bei längerer Abwesenheit wie Urlaub, Vertraute zu bitten, den Briefkasten zu leeren, die Blumen zu gießen, Schnee auf dem Gehweg zu räumen oder den Rasen zu mähen. So wirken Haus oder Wohnung bewohnt. Auch durch Licht, das in verschiedenen Räumen und zu verschiedenen Zeiten an und wieder ausgeht, lässt sich Anwesenheit simulieren und damit EinbrecherInnen abschrecken.

Unternehmen aus der Region

Zentral: Mechanische Sicherheitstechnik

Dreh- und Angelpunkt für wirksamen Einbruchschutz ist mechanische Sicherheitstechnik an Fenstern und Türen. Denn lassen es Einbrecher auf einen Versuch ankommen, ist es die Mechanik, die sie am unbefugten Betreten der Wohnräume hindert und, ist zusätzlich eine Einbruchmeldeanlage installiert, den Interventionskräften die nötige Zeit verschafft, um an den Ort des Geschehens zu kommen.
msl


Mehr Schutz vor Einbrüchen: Zwölf Tipps des Netzwerks „Zuhause sicher“

Mechanik – um Einbrechern einen Riegel vorzuschieben

1. Aufschraubsicherungen für Fenster und Türen nach DIN 18104 Teil 1
2. Fenster mit Sicherheitsbeschlägen nach DIN 18104 Teil 2 gemeinsam mit einem abschließbaren Fenstergriff, der 100 Nm, besser sogar 200 Nm Drehmoment widersteht
3. Sicherung von Türen z. B. mit Mehrfachverriegelungen nach DIN 18251 optimal mit Hakenschwenkriegeln
4. Neue Fenster und Türen ab der Widerstandsklasse RC 2

Verhalten

5. Anwesenheitssimulation, z. B. über Zeitschaltuhr gesteuertes Licht im Haus
6. Aufstiegshilfen – wie Mülltonnen, Leitern und Gartenmöbel – für Einbrecher unerreichbar wegschließen
7. Fenster und Türen immer verriegeln, auch wenn man das Haus nur kurz verlässt
8. auf Informationen auf dem Anrufbeantworter oder in sozialen Medien zu Abwesenheit – z. B. Urlaub – verzichten

Elektronik – um Sicherheitstechnik zu ergänzen

9. Einbruchmeldeanlagen ab Klasse A (Grad 2) 10. Smart-Home-Anwendungen nach DIN VDE V 0826-1

Montage – um Sicherheitstechnik richtig einzusetzen

11. Montage vom Fachhandwerker, der dafür sorgen kann, dass geprüfte Sicherheitstechnik korrekt und damit wirksam montiert ist

Beratung – um gut informiert zu sein

12. Sicherheitsberatung der polizeilichen Beratungsstelle, die zu Täterarbeitsweisen, Schwachstellen am Haus und Sicherheitstechnik informiert


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