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Schleswig-Friedrichsberg: Die Nachfolge ist bereits geregelt

Firmeninhaber Michael Peters (1.) mit Sohn und Nachfolger in spe Lennart Peters. Foto: Sylvia Menzdorf

Die vierte Generation des Tischlerei-Fachbetrieb Hand-WERK ist gesichert

Seit 85 Jahren besteht der Tischlerei-Fachbetrieb Peters in Schleswig-Friedrichsberg. Der derzeitige Firmeninhaber Michael Peters (59) hat dem Familienunternehmen in dritter Generation den Namen Hand-WERK gegeben. Das eingängige Emblem schmückt das Firmenfahrzeug ebenso wie die Website (www.handwerk-peters.de ). Der Firmenname spricht für sich: In dem Meisterbetrieb versteht man von jeher viel von solidem Tischlerhandwerk, auch von Arbeiten an historischen und denkmalgeschützten Bauten. „Seit 1938 arbeitet unser Betrieb mit einigen Unterbrechungen auch auf Schloss Gottorf“, zeigt Tischlermeister Michael Peters die handwerkliche Familientradition auf.

1938 hat sein Großvater Walter Peters den Tischlereibetrieb gegründet, exakt am 1. Juni, wie der Eintrag in die Handwerksrolle Flensburg ausweist und exakt an der Adresse, wo er heute noch zu finden ist: Busdorfer Straße 9. Als dort ein Mehrfamilienhaus mit Werkstatt und dahinterliegendem Pferdestall zum Verkauf stand, zögerte der junge Tischlermeister nicht lange, erwarb das Anwesen, baute den Pferdestall zu Wohnungen aus. Bis heute ist hier die Betriebsstätte mit Werkstatt und Ausstellungsraum wie auch der Wohnsitz des Betriebsinhabers. 

Walter Peters hatte bereits mit 15 Jahren sein Elternhaus in Maschen verlassen und sein Glück in Schleswig gesucht. Im Tischlereibetrieb Morgenroth absolvierte er schließlich seine Lehre, die er 1927 mit der Gesellenprüfung abschloss. Weitere fünf Jahre später legte er die Meisterprüfung ab. Als der Betrieb Morgenroth in Konkurs ging, übernahm Walter Peters die Maschinen und gründete als junger Familienvater mit Frau und dem 1937 geborenen Sohn Hans Heinrich kurzerhand seinen eigenen Betrieb, übernahm gleichsam als sicheres Standbein Auftragsarbeiten für Schloss Gottorf.

Die Schrecken des Zweiten Weltkriegs kamen für die junge Familie ganz nahe, als Walter Peters Anfang der 1940er Jahren zum Kriegsdienst einberufen wurde. Der Betrieb lief zunächst mit zwei Gesellen weiter. 1944 kam Walter Peters schwer verwundet von der Front zurück. Kaum gesundheitlich wiederhergestellt, stand er wieder in der Werkstatt.

Dass sein Sohn Hans-Heinrich ebenfalls das Tischlerhandwerk des Vaters erlernen würde, war fast zwangsläufig. 1956 legte er die Gesellenprüfung ab, mit einem „sehr gut“ beurteilten Gesellenstück. Einige Jahre später folgte die Meisterprüfung und schließlich auch der Betriebsübergang vom Vater auf den Sohn.

Auch Hans-Heinrichs Sohn Michael lernte das Tischlerhandwerk und legte 1990 die Meisterprüfung ab. Der kernige Handwerker will das Familienunternehmen in eine sichere Zukunft lenken. Händeringend sucht er solide Fachkräfte als Mitarbeiter. „Der Markt ist wie leergefegt“, stellt er nüchtern fest. Dafür, dass das Familienunternehmen Handwerk Peters dereinst das 100-jährige Jubiläum wird feiern können, stehen die Chancen bestens: Lennart Peters (28) hat längst die Ausbildung zum Tischler abgeschlossen und 2021 die Meisterprüfung abgelegt. Noch arbeiten Vater und Sohn zusammen. Dass Lennart Peters den Betrieb übernehmen und weiterführen wird, ist bereits abgemacht. sme

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