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RetCam am UKSH: Frühgeborene vor Erblindung schützen

Im Mai 2022 auf der 14. Kuratoriumssitzung der Förderstiftung des UKSH beim Kurator DBL Wulff Textil-Service GmbH wurde der starken Kuratorengemeinschaft das Projekt zur Förderung einer RetCam zur Verbesserung der Untersuchung der Netzhaut bei Frühgeborenen in einem Videobeitrag vorgestellt. Fotos: Christian Beeck für UKSH Gutes tun! | uksh.de/gutestun

Die Förderstiftung des UKSH ermöglicht den Einsatz der RetCam zur innovativen Netzhaut-Diagnostik bei Frühgeborenen, um Netzhautschäden und Erblindung durch schonendere Methoden zu reduzieren.

Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Lübeck hat ein innovatives Gemeinschaftsprojekt der Kliniken für Kinder- und Jugendmedizin sowie für Augenheilkunde die Diagnostik und Therapie der Frühgeborenenretinopathie nachhaltig verbessert. Im Mittelpunkt steht der Einsatz der RetCam, einer hochmodernen Kamera, die erstmals in Schleswig-Holstein für die Untersuchung der Netzhaut von Frühgeborenen eingesetzt wird. Diese Methode wird durch die Integration von Telemedizin und Künstlicher Intelligenz unterstützt, was sowohl die Diagnosemöglichkeiten als auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Kliniken revolutioniert.

Frühgeborene sind aufgrund des plötzlichen Überangebots an Sauerstoff nach der Geburt einem erhöhten Risiko ausgesetzt, ein abnormales Gefäßwachstum in der Netzhaut zu entwickeln. Diese Gefäßerkrankung kann im schlimmsten Fall zu einer Netzhautablösung und Erblindung führen. Traditionell erfolgt die Untersuchung der Netzhaut mit unangenehmen und belastenden Methoden, bei denen das Auge der Frühgeborenen mit einem Metallinstrument fixiert und eingedrückt wird.

Die RetCam bietet eine deutlich schonendere und präzisere Alternative, die das Wohl der kleinen Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt stellt.

Prof. Dr. Wolfgang Göpel
Prof. Dr. Wolfgang Göpel

Prof. Dr. Wolfgang Göpel, stellvertretender Klinikdirektor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am UKSH, betont die Bedeutung dieser Innovation: „Unsere Klinik ist bereits überregional für die hervorragende Versorgung der kleinsten Patientinnen und Patienten bekannt. Dank der großzügigen Förderung in Höhe von fast 90000 Euro erhalten Frühgeborene durch den Einsatz einer hochmodernen Kameratechnik (RetCam) eine deutlich schonendere und verbesserte Diagnostik und Therapie bei einer Gefäßerkrankung der Augen-Netzhaut, die unbehandelt zur Erblindung führen kann. Davon profitieren unmittelbar vor allem die kleinen UKSH-Patientinnen und Patienten. Gleichzeitig wird auch die Arbeit unserer Teams deutlich erleichtert. Verbunden mit Künstlicher Intelligenz und einer telemedizinischen Anwendung stärkt diese Methode die besondere Kompetenz der Augenklinik und der Neonatologie des UKSH in Lübeck. Diese innovative Technik wird erst in wenigen Zentren in Deutschland eingesetzt.“

Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz und die Zusammenarbeit mit dem vom Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF) geförderten Lübecker German Neonatal Network sollen Krankheitsverläufe und Risikokinder frühzeitig erkannt werden. So wird die Netzhaut genauestens überwacht, um Komplikationen wie eine Netzhautablösung zu verhindern und die Behandlungsstrategien zu optimieren. Gleichzeitig werden über das Netzwerk Telemedizin und externe neonatologische Zentren in Schleswig-Holstein unterstützt, die über keine augenärztliche Expertise verfügen. Diese Zentren können ihre Befunde an das UKSH übermitteln und bei Bedarf die betroffenen Kinder nach Lübeck zur weiteren Behandlung verlegen.

Insgesamt verbessert die RetCam nicht nur die Untersuchungsbedingungen für Frühgeborene, sondern ermöglicht auch eine umfassende und nachhaltige Behandlung. Eltern und medizinische Nachwuchskräfte profitieren von der besseren Dokumentation und den detaillierten Erläuterungen der Befunde, während Ärzte und Pflegepersonal die Möglichkeit haben, interdisziplinär und länderübergreifend über Krankheitsverläufe zu diskutieren. Diese Kombination aus technischer Innovation und medizinischer Kooperation neonatologischer Zentren macht das Projekt zu einem medizinischen Leuchtturmprojekt in Deutschland.

Spendenkonten

Jetzt auch Gutes tun! Für unsere Gesundheit

Die Universitätsmedizin des UKSH kann über die Förderstiftung des UKSH etwa mittels Spenden, Vermächtnissen, Nachlässen und Geldlauflagen nachhaltig unterstützt werden. 

Spendenkonten der Förderstiftung des UKSH:

Förde Sparkasse
IBAN: DE10 2105 0170 1400 1429 88
BIC: NOLADE21KIE

Sparkasse zu Lübeck
IBAN: DE37 2305 0101 0162 9999 99
BIC: NOLADE21SPL

Angabe im Verwendungszweck: Spende zweckfrei, über shz

Weitere Informationen:
www.uksh.de/gutestun
Mail: kuratorium@uksh.de

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