Kathrin Boysen zog nach dem Tod von Jan Peters mit ihrer Familie nach Mohrkirch zurück und wurde Inhaberin in zweiter Generation, während Helmut Witt die Geschäftsführung übernahm. Das Unternehmen wurde grundlegend neu aufgestellt und als GmbH weitergeführt. Aus einer schwierigen Situation entstand ein kompletter Neuanfang. Eine Schlüsselrolle spielte dabei die Belegschaft. „Ich habe als Inhaberin Verantwortung übernommen und den Weg für einen erfolgreichen Neustart geebnet – umgesetzt haben wir diesen gemeinsam mit unseren erfahrenen Führungskräften und Mitarbeitern. Ohne deren Können, Einsatz und Bereitschaft wäre das nie gelungen!“, betont die Inhaberin.
Mitarbeiter als Fundament des Erfolgs
Dass Peters Wärmetechnik heute wieder auf einem stabilen Fundament steht, ist vor allem den Menschen zu verdanken, die dem Unternehmen teilweise seit Jahrzehnten die Treue halten. Helmut Witt gehört dazu. Am 1. August feiert er sein 45-jähriges Betriebsjubiläum und ist damit fast seit den Anfängen dabei. Während der Neuausrichtung übernahm er als Geschäftsführer Verantwortung und brachte seine jahrzehntelange Erfahrung ein. Auch Andreas Ratzlaff blickt auf 35 Jahre Betriebszugehörigkeit zurück. Er absolvierte bereits seine Ausbildung bei Peters Wärmetechnik. Sven Schmidt gehört seit fast 30 Jahren zum Team und trug mit seinem Meistertitel maßgeblich dazu bei, dass der Betrieb in der schwierigen Phase überhaupt weitergeführt werden konnte. „Diese Loyalität und dieses Engagement kann man gar nicht hoch genug einschätzen“, betont Kathrin Boysen. „Unsere Mitarbeiter haben in einer sehr herausfordernden Zeit an uns geglaubt und sind den Weg mit uns gegangen.“
Der Neustart brachte nicht nur organisatorische Veränderungen mit sich, auch das Leistungsangebot hat das Team konsequent weiterentwickelt. Neben dem klassischen Heizungs- und Sanitärbereich rückte der Bereich Elektrotechnik stärker in den Fokus. Hier übernahm Christian Schmidt eine bedeutende Rolle: Er absolvierte seine Ausbildung bei Peters Wärmetechnik. Im Schicksalsjahr 2021 erlangte er seinen Meister im Elektrohandwerk und wurde in der neuen GmbH zunächst als Prokurist eingesetzt, bevor er im Jahr 2025 zum Geschäftsführer neben Helmut Witt bestellt wurde. Seit 2026 ist Christian Schmidt außerdem SHK-Meister und verbindet damit beide Gewerke optimal miteinander – ein entscheidender Vorteil insbesondere beim Einbau moderner Wärmepumpen. Gleichzeitig wurde das Team gezielt erweitert. Neben zusätzlichen Elektrikern gehört inzwischen mit Daniel Blank auch ein Fliesenlegermeister zum Unternehmen. Ab August 2026 startet eine Malergesellin. Der Gedanke dahinter ist einfach: Kunden sollen möglichst viele Arbeiten aus einer Hand erhalten. Ob moderne Wärmepumpe oder neues Bad Peters Wärmetechnik begleitet Projekte heute umfassend und sorgt dafür, dass am Ende nicht nur die Technik überzeugt, sondern auch das Gesamtbild stimmt. Firmenausbau geplant. Und so blickt das Unternehmen zum 50-jährigen Firmenjubiläum einmal zurück, aber vor allem nach vorn. Der Standort in Mohrkirch wird nach dem Sommer 2026 weiter ausgebaut.
Neue Büroräume entstehen, ein großer Konferenzraum schafft Platz für Mitarbeiter- und Kundengespräche sowie Veranstaltungen. Außerdem werden durch den Kauf eines benachbarten Grundstücks zusätzliche Parkplätze geschaffen sowie eine zweite Zufahrt eingerichtet. Gleichzeitig wächst das Team kontinuierlich weiter auf mittlerweile 22 Vollzeitkräfte, darunter drei Auszubildende im SHK- und Elektrikerhandwerk. Für Kathrin Boysen ist das ein klares Bekenntnis zum Standort. „Wir haben uns ganz bewusst entschieden, in meiner Heimat Mohrkirch weiter zu investieren. Aufgrund der in Angeln vergleichsweise zentralen Lage mit kurzen Entfernungen zu unseren Kunden ist Mohrkirch für uns ein attraktiver Standort mit Entwicklungsmöglichkeiten, der neben dem geplanten Ausbau der Bürofläche auch Erweiterungsflächen für Lagerkapazitäten bietet.“
Dankesworte zum Jubiläum
50 Jahre Peters Wärmetechnik stehen für handwerkliche Kompetenz, Innovationsbereitschaft und Zusammenhalt. Vor allem aber stehen sie für Menschen, die Verantwortung übernommen haben – in guten wie in schwierigen Zeiten.
Deshalb richtet Kathrin Boysen den Blick zum Jubiläum vor allem auf diejenigen, die den Weg begleitet haben. „Unser Dank gilt unseren Mitarbeitern, unseren Kunden, unseren Lieferanten und allen Geschäftspartnern. Gerade in den schwierigen Jahren haben so viele Menschen hinter uns gestanden. Das kann man kaum in Worte fassen. Ohne dieses Vertrauen wäre der Neustart nicht möglich gewesen.“
Katja Scholz