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Peters Wärmetechnik: Herz, Verantwortung und Zusammenhalt

Das Geschäftsführer-Trio: Kathrin Boysen, Helmut Witt (l.) und Christian Schmidt. Fotos: Kugelsicher Marketing

Zwischen handwerklicher Tradition, Innovationsgeist und unternehmerischem Mut: 50 Jahre Peters Wärmetechnik stehen für stetigen Wandel, familiären Zusammenhalt und einen mutigen Neuanfang

Es gibt Jubiläen, die erzählen weit mehr als eine Unternehmensgeschichte. Das 50-jährige Bestehen von Peters Wärmetechnik in Mohrkirch ist eines davon. Es ist die Geschichte einer Familie, die Verantwortung übernommen hat, einer Belegschaft, die in schwierigen Zeiten zusammengehalten hat, und eines Unternehmens, das sich immer wieder neu erfunden hat – ohne seine Wurzeln zu vergessen. 

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Der Mut zur Selbstständigkeit

Den Grundstein legte Dipl.-Ing. Maschinenbau Karl-Jürgen Peters im Jahr 1976. Nachdem sich das Unternehmen, in dem er beschäftigt war, in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befand, fasste er einen mutigen Entschluss: Auf dem elterlichen Hof seiner Ehefrau Antje entstand Peters Wärmetechnik – zunächst ganz klassisch mit einem einzigen Mitarbeiter. 

Was klein begann, entwickelte sich kontinuierlich weiter. Bereits 1983 eröffnete das Unternehmen zusätzlich ein Einzelhandelsgeschäft für Heizungs- und Sanitärartikel in Süderbrarup. Peters Wärmetechnik beschäftigte zu dem Zeitpunkt bereits mehr als fünf Mitarbeiter.

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Das Elektriker-Quartett (v.l.): Christian Schmidt, Michael Krause, Michael Clausen und Bengt Marten Brodersen.
Das Elektriker-Quartett (v.l.): Christian Schmidt, Michael Krause, Michael Clausen und Bengt Marten Brodersen.

„Damals war vieles anders als heute“, erinnert sich Inhaberin Kathrin Boysen. Öl- und Gasheizungen bestimmten den Markt. Gleichzeitig zeigte der Betrieb schon früh Innovationsgeist. 

Bereits in den Anfangsjahren beschäftigte sich Peters Wärmetechnik mit den ersten Wärmepumpen und mit nachhaltiger Haustechnik wie Solaranlagen und Pelletheizungen. Daneben entwickelte der Betrieb gemeinsam mit einem dänischen Unternehmen ein Leckwarnsystem für Rohrleitungen, das später international vertrieben wurde.

Mit Fleiß, Verlässlichkeit und handwerklicher Qualität wuchs das Unternehmen kontinuierlich und beschäftigte in den 1990er-Jahren mehr als zehn feste Mitarbeiter. 

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Es entwickelte sich zu einem festen Ansprechpartner für Kunden in der gesamten Region Angeln zwischen Schlei und Ostsee.

Die Nachfolge war geplant

Eigentlich schien auch die Zukunft längst geregelt. Sohn Jan Peters absolvierte nach dem Abitur seine Ausbildung im Familienbetrieb, legte im Jahr 2005 den Meistertitel im Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk ab und eröffnete im Jahr 2008 seine Badausstellung in Süderbrarup. Jan Peters sollte das Unternehmen übernehmen. Doch das Leben hielt andere Pläne bereit. Bereits einige Jahre vor 2021 geriet das Unternehmen wirtschaftlich zunehmend unter Druck. Die Familie stützte den Betrieb über einen längeren Zeitraum finanziell.

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Gleichzeitig belasteten gesundheitliche Probleme der Eltern die Familie. Schließlich folgte ein schwerer persönlicher Schicksalsschlag: Jan Peters verstarb im Jahr 2021 im Alter von 44 Jahren. „Die Situation war nicht einfach“, sagt Schwester Kathrin Boysen. Gemeinsam mit ihrem Mann und den Kindern lebte sie damals in Hamburg, war dort fest verankert, beide hatten auch ihre berufliche Zukunft aufgebaut.

Doch plötzlich erhielt sie einen Anruf, der alles verändern sollte. „Unser langjähriger Mitarbeiter Helmut Witt meldete sich wenige Monate vor Jans Tod bei mir und sagte, dass etwas nicht stimmt. Ein Konto bei einem Großhändler war gesperrt. Es bestand ein akuter Liquiditätsengpass aufgrund einer ausgelaufenen Finanzierung alles war in Schieflage. Uns war sofort klar, dass wir Verantwortung übernehmen müssen und wollen für - unsere Familie, damit unsere Eltern versorgt sind. Aber genauso für unsere Mitarbeiter, damit sie ihren Arbeitsplatz behalten. Wir hatten immer einen guten Ruf und wollten diesem Unternehmen eine Zukunft geben.“

Katja Scholz


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