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Thomas Dethleffsen (CDU) im Interview: „Herausforderung als Chance begreifen“

Der Abbruch der kaputten Kaikante beschäftigt die Lokalpolitik seit dem vergangenen Herbst. Fotos: Michael Staudt

Sommergespräche: Fünf Fragen an CDU-Fraktionschef Thomas Dethleffsen

Hafen-Ost, Kaikante, Freibad Weiche: Unsere Redaktion hat den fünf Flensburger Fraktionschefs die wichtigsten Fragen zu den wichtigsten Themen des Sommers gestellt. Heute: Thomas Dethleffsen (CDU).

Herr Dethleffsen, die neue Ratsversammlung hat sich vor etwas mehr als einem Jahr konstituiert. Wie sehen Sie die Rolle Ihrer Fraktion im neuen Rat?

Thomas Dethleffsen, Fraktionsvorsitzender der CDU in der Flensburger Ratsversammlung.
Thomas Dethleffsen, Fraktionsvorsitzender der CDU in der Flensburger Ratsversammlung.

Die CDU-Fraktion hat bereits viel bewegt und strebt weiterhin nach Fortschritt. Insbesondere stehen die Neustrukturierung der Stadtplanung und des Verkehrswesens im Fokus. Bedauerlicherweise war der Versuch zur Einführung eines Kommunalen Ordnungsdienstes nicht von Erfolg gekrönt. Dennoch ist eine Lösung in diesem Bereich von großer Bedeutung. Wir beobachten gespannt, wie sich SSW und die Grünen den Herausforderungen eines knappen Haushalts stellen.

Das Jahrhundert-Projekt Hafen-Ost befindet sich aktuell am Scheideweg. Noch immer ist unklar, ob der Wirtschaftshafen umziehen darf. Mit dem Flensburger Yacht-Service (FYS) ist ein wichtiger Projektpartner abgesprungen. Hält Ihre Fraktion an dem Projekt fest? Was muss sich aus Ihrer Sicht verändern?

Der Hafen-Ost stellt ein bedeutendes Zukunftsprojekt für unsere Stadt dar. Unser Ziel ist es, dieses Projekt weiterhin positiv voranzutreiben. Eine professionelle Struktur in der Projektplanung der Stadtplanung ist hierfür unabdingbar, denn bisher ist diese mangelhaft und keineswegs investorenfreundlich. Wir fordern hier schnelle Verbesserungen seitens Herrn Brüggemann und werden das aktiv begleiten.

Unternehmen aus der Region

In den kommenden Wochen soll die abgebrochene Kaikante am Hafen zurückgebaut werden. Was sind Ihre Ideen für den Wiederaufbau? Wie lässt sich mehr Tempo in das Verfahren bringen?

Es liegt auf der Hand, dass hier der Konflikt zwischen Geschwindigkeit und der bestmöglichen langfristigen Lösung besteht. Zudem geht es selbstverständlich darum, alle Unternehmen, Einwohner und Bürger Flensburgs mitzunehmen. Dies wird eine Herausforderung sein.

Ebenso ist es unsere Pflicht sicherzustellen, dass Flensburg mit dieser finanziellen Herausforderung nicht alleine gelassen wird. Hierbei richten wir auch den Blick auf das Land! Wir werden versuchen, diese immense Herausforderung als Chance zu begreifen.

Das Freibad Weiche bleibt in diesem Jahr geschlossen, die Finanzierung des Neubaus ist weiter unsicher. Was denken Sie über das Projekt?

Das Thema Freibad Weiche ist facettenreich. Rückblickend und nach vorne schauend. In der Vergangenheit gab es viele Fehler im Prozess. In die Zukunft blickend, müssen kluge und qualifiziert verlässliche Entscheidungen im Sinne aller Flensburger getroffen werden. Wir werden gemeinsam mit allen Beteiligten daran arbeiten.

Welches kommunalpolitische Thema möchte Ihre Fraktion nach der Sommerpause angehen?

Neben den bereits genannten Projekten wie dem Freibad Weiche und dem Hafen-Ost sind noch zahlreiche weitere Baustellen zu bearbeiten. Der Südermarkt, die Konsolidierung des Haushalts, das Jahrzehnt der Schulen, die Bedürfnisse des Sports und so weiter - all dies erfordert eine effiziente Umsetzung durch eine qualifizierte Stadtplanung. Hier fordern wir endlich Führung und Handeln durch die zuständige Dezernatsleitung, statt Schaffung neuer Stellen bei knappen Kassen. Zudem ist es von großer Bedeutung, das Jahrzehnt der Schulen mit einer starken Beteiligung der Eltern, Schüler und Lehrer erfolgreich voranzutreiben.

Julian Heldt


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