Ein Hefezopf zu Ostern muss sein. Für viele ist er fester Bestandteil des Osterbrunches. Ursprünglich hat er einen religiösen Hintergrund und seine Geschichte lässt sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen.
In vielen Familie werden sich dazu nicht mehr allzu viele Gedanken gemacht - er schmeckt einfach köstlich. Frisch aus dem Ofen, mit Butter und selbst gemachter Marmelade, ist der Osterzopf ein echter Genuss, auch wenn es bedeutet, dass man am Ostersonntag sehr früh aufstehen muss. Denn so ein richtig leckerer Zopf braucht vor allem Wärme, Zeit und Liebe.
Zutaten für einen Hefezopf:
• 500 Gramm Mehl (und noch etwas zum Bestäuben der Arbeitsfläche)
• 250 Milliliter Milch
• 250 Gramm Zucker
• 1 Würfel frische Hefe (42 Gramm)
• 50 Gramm geschmolzene Butter
• 1 Ei
• 1 Eigelb zum Bestreichen
• Hagelzucker
Zubereitung
1. 250 Milliliter Milch in einem Messbecher abmessen, 250 Gramm Zucker dazugeben, verrühren und in der Mikrowelle lauwarm erwärmen. Anschließend die Hefe hineinbröseln. Jetzt müsste es leicht anfangen zu schäumen. Dann wird der Zopf fantastisch und schön fluffig.
2. 500 Gramm Mehl in eine große Schüssel geben, mit den Händen eine Kuhle in der Mitte formen und die „Hefemilch“ hineingießen. Etwas Mehl vom Rand über die Milch geben und die Schüssel mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken. An einen möglichst warmen Ort stellen und 30 Minuten ruhen lassen.
3. Der Teigansatz müsste sich danach schon vergrößert haben und richtig schäumen. Nun das Ei und die Butter dazugeben und mit den Händen zu einem Teig verkneten. Er wird dabei noch an den Händen kleben, das ist richtig so. Anschließend die Schüssel mit dem Teig wieder abdecken und mindestens weitere 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, gerne auch etwas länger.
4. Der Teig sollte sich nun deutlich vergrößert haben und ganz fluffig sein. Die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben, den Teig aus der Schüssel holen und ebenfalls mit Mehl bestäuben, sodass er beim Kneten nicht mehr an den Händen klebt. Kurz durchkneten und in drei gleich große Teile schneiden.
5. Die Teigstücke zu drei gleichlangen Strängen formen, um einen Zopf damit zu flechten. Diesen Zopf auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, wieder mit dem Geschirrtuch abdecken und weitere 30 Minuten gehen lassen. (Das ist nicht unbedingt nötig, aber umso lockerer wird am Ende der Hefezopf.) Nun kann auch schon der Backofen auf 175 Grad vorgeheizt werden.
6. Im letzten Schritt wird der Hefezopf mit dem Eigelb bestrichen und mit Hagelzucker bestreut. Dann kommt er für 30 Minuten in den Ofen. Zwischendurch immer mal mit einem Holzstab testen, ob er innen schon durch ist. Von außen sollte er goldgelb sein. Am besten schmeckt der Zopf, wenn er noch lauwarm ist. Guten Appetit!
dpa/tmn
Ostern sollte Spargel da sein
Wer zu Ostern gerne Spargel auf den Tisch bringt, darf auf heimische Ware hoffen. Die Vorbereitungen für die Spargelsaison in Schleswig-Holstein laufen auf Hochtouren. Bei jetzt optimalen Bedingungen sind die Spargelbauern dabei, die Flächen vorzubereiten, wie die Sprecherin Landwirtschaftskammer, Daniela Rixen, mitteilte.
Das heißt, die Spargeldämme werden hergerichtet und die Folien aufgelegt. Falls keine außergewöhnlichen Witterungsverhältnisse auftreten, könnte es Anfang bis Mitte April die ersten Stangen geben, also pünktlich zu Ostern. Nach den bisherigen Voraussetzungen sei mit guten Ernteerträgen zu rechnen. Laut Statistikamt Nord wurden in Schleswig-Holstein 2024 auf 382 Hektar Spargel angebaut und mehr als 1700 Tonnen Spargel geerntet.
dpa
Egg, Bunny und Ostereistedt
Osterurlaub mal anders: Hier kommen österliche Reiseinspirationen
Es gibt viele Orte, die mit Ostern zu tun haben. Räumen wir den Klassiker gleich zu Beginn einmal ab: die Osterinsel. Abgesehen von ihrem Namen hat das Eiland mit seinen Steinstatuen nichts mit Ostern zu tun. Sie wurde nur an einem Ostertag im Jahr 1722 entdeckt. Ohnehin gilt: Für Reiseziele mit Ostern im Namen muss man nicht erst Richtung Pazifik fliegen. Es gibt viel nähere Oster-Orte. Ostereistedt zum Beispiel. Das Dorf, auf halbem Weg zwischen Bremen und Hamburg, hat ein Osterhasenpostamt. Wer dorthin schreiben möchte, adressiert an Hanni Hase, Am Waldrand 12, 27404 Ostereistedt. Geht der Brief bis eine Woche vor Karfreitag ein, antwortet der Osterhase.
Weitere Osterziele, die qua Namen eine Reise wert sind: Die Österreichische Gemeinde Egg im Bregenzerwald ist wohl der perfekte Ort für eine Eiersuche, auch in der Schweiz nahe Zürich gibt es ein Egg. Oder doch lieber Hase statt Ei? Dann ab ins Dorf Bunny im englischen Nottinghamshire.
Ferner ist Rom ist ein klassisches Osterziel. Die Ostermesse im Vatikan ist einer der zentralen Gottesdienste des Jahre. Wer es bunter mag: In Sevilla beispielsweise werden die gesamte Karwoche (Semana Santa) Prozessionen gefeiert, bei denen geschnitzte Heiligenfiguren durch die Gassen getragen werden.
Und in der Stadt Antigua im Hochland von Guatemala werden zu Ostern die sogenannten Alfombras ausgelegt - vergängliche Teppiche aus Blumen, Farben und Sägemehl. Knallig geht es in Florenz zu: Am Ostersonntag wird auf der Piazza del Duomo traditionell ein mit Feuerwerk geschmückter Holzwagen entzündet. Im südfranzösischen Bessiéres kommen Tausende Eier in eine Pfanne von der Fläche einer Kleinküche und werden zu einem gigantischen Omelette verrührt. Er wird kostenlos verteilt. Zu Ostern gehört auch die Eiersuche. Im Schloss Vaux-le-Vicomte nahe Paris wird der Suchspaß auf die Spitze getrieben: Tausende Pralinen werden auf dem 33 Hektar großen Gelände versteckt.
dpa