Der Hörberater ist ein klassischer Quereinsteiger-Beruf“, weiß Isa Löning von Optik Hallmann in der Fördestadt Flensburg. Häufig kommen Bewerber aus der Pflege, aber auch aus dem kaufmännischen oder handwerklichen Bereich finden sich Anfragen. „Wichtig ist, dass man ein technisches Verständnis mitbringt und gern mit Menschen zusammenarbeitet.“
Zwischen einem halben und ganzen Jahr dauert die Ausbildung und so ist sie wesentlich kürzer als die des Hörakustikers. Einige Unternehmen bilden ihre Hörberater selbst aus, andere wiederum, wie Optik Hallmann, nutzen externe Schulungsmöglichkeiten für ihren Mitarbeiternachwuchs. Auch sind Crashkurse mit unterschiedlichen Modulen für das Basiswissen möglich.
„Bei uns wird nahezu das gesamte Wissensspektrum des klassischen Hörakustikers vermittelt“, so Löning. Praktische Erfahrung wird in den Hallmann-Fachgeschäften an verschiedenen Standorten gesammelt und auch Fortbildungen stehen regelmäßig auf der Agenda. Hörberater-Azubis legen wie die „Großen“ eine Prüfung bei der IHK ab. Wir arbeiten immer im Team, tauschen uns ständig aus und unterstützen uns gegenseitig, “sagt die stellvertretende Vertriebsleitung für Akustik.
Bis auf bestimmte Sonderfälle, können Hörberater die gleiche Beratung wie der Hörakustiker übernehmen. Zu ihrem Alltag gehören so unter anderem auch Hörtestungen, Reparaturen, Gehörschutz und die Hörgeräteversorgung.
Flexibilität und Geduld sollte man auf jeden Fall mitbringen. „Jeder Kunde ist anders, das heißt man stellt sich immer auch auf ganz unterschiedliche Menschen ein“, so die Hörakustikmeisterin aus Flensburg. „Für mich ist das ein sehr vielfältiger und sinnstiftender Beruf.“
Julia Voigt