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Faszinierend aber nicht zu unterschätzen

Frei nach Loriot: Ein Inselurlaub ohne Wattwanderung ist möglich, aber sinnlos – zumindest für viele Feriengäste. Worauf man achten sollte, wenn man sich zu Fuß ins Watt begibt, haben wir bei Wattführern und der Schutzstation Wattenmeer erfragt. 

Was muss man beachten, wenn man alleine ins Watt will?

Nur, wenn das Wetter perfekt ist, also sonnig und keine Unwetterwarnung vorliegt, sollte man losgehen. Der Tidenplan hilft dir dabei zu entscheiden, wann man aufbrechen sollte und wann es Zeit für den Rückmarsch wird. Der Hinweg ist auch der Rückweg: Da sich die Priele aus kleinen Zuläufen zusammensetzen, die mit auflaufendem Wasser immer größer werden, kann man plötzlich auf Priele stoßen, die auf dem Hinweg noch nicht da waren, wenn man auf dem Rückweg Bögen oder Umwege läuft. Und man sollte immer mindestens zu zweit unterwegs sein. Im Notfall kann man sich dann gegebenenfalls gegenseitig unterstützen. 

Bei welchem Wetter sollte man zuhause bleiben?

Bei Gewitterwarnungen sollte man unbedingt zuhause bleiben, denn ein Blitz sucht sich immer den höchsten Punkt und das ist im Watt der Mensch. Selbst wenn der Blitz „nur“ im Wasser oder Boden einschlägt: Beides ist salzhaltig und leitet den Strom. Außerdem können Wanderer die Orientierung verlieren, wenn Seenebel aufzieht. 

Unternehmen aus der Region

Wann kann man los, wann muss man zurück?

Nicht grundlos gehört der Blick auf den Tiden- beziehungsweise Gezeitenkalender zur guten Vorbereitung. Losgehen sollte man zwei Stunden vor Niedrigwasser. Und zu Niedrigwasser, also bevor das Wasser wieder aufläuft, den Rückweg antreten. 

Diese Dinge dürfen im Rucksack auf keinen Fall fehlen:

Ein Kompass (den man auch bedienen können sollte), Wasser, Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung oder im Winter entsprechend warme Kleidung sowie ein aufgeladenes Handy. 

Muss man jemandem Bescheid geben?

Verpflichtet ist man nicht, aber es ist schon sinnvoll, Familie oder Freunde über die Wattwanderung zu informieren. Denn sollte etwas passieren und man befindet sich im Watt gerade in einem Funkloch, können die Informierten Hilfe rufen, wenn der Wanderer beispielsweise zu einem verabredeten Zeitpunkt nicht zurück ist. Grundsätzlich ist es sinnvoll, mit einem ausgebildeten Wattführer unterwegs zu sein. Der achtet nicht nur auf die Gezeiten, sondern kann auch noch vieles Wissenswertes über Pflanzen und Tiere im Watt erzählen. Anna Goldbach und Armin Struve


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