Die Weiße Wanne dichtet Bodenplatte und Außenwände des Kellers gegen Grundwasser und Sickerwasser ab. Dabei handelt es sich um eine tragende Stahlkonstruktion mit wasserundurchlässigem Beton – auch WU-Beton genannt. Zusätzliche Abdichtungsschichten gibt es nicht.
Planungs- und Ausführungsfehler können dabei langfristig gravierende Probleme verursachen. Kommt es etwa wegen mangelhafter Ausführung der Betondeckung zu Rost, kann dieser Risse im Beton erzeugen, erklärt Reinhard Klinkmüller, Hochbauingenieur und Sachverständiger beim Verband Privater Bauherren (VPB). Die Folge: Weiteres Wasser kann eintreten.
Grundsätzlich haben Bauherren auch nach der Bauabnahme einen Anspruch auf Mängelbeseitigung innerhalb der Gewährleistung. Diese gesetzliche Verjährungsfrist beträgt bei baulichen Maßnahmen aber in der Regel nur fünf Jahre. Wichtig zu wissen: Die Elementarschadenversicherung als optionaler Zusatzbaustein zur Wohngebäude- und Hausratversicherung springt zwar laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für Schäden durch Hochwasser oder Starkregen ein – also wenn Wasser oberirdisch steht oder fließt. Auch Schäden durch Grundwasser, welches infolgedessen an die Erdoberfläche gestiegen ist, sind versichert. Anders sieht es aus, wenn offensichtlich ein Planungs- oder Baumangel am Gebäude vorliegt - etwa an der Oberfläche des Grundstücks kein Wasser zu sehen ist, aber der Keller feucht ist, weil die Kellerabdichtung fehlerhaft ist. Dann deckt die Elementarschadenversicherung dieses Risiko nicht ab.
Wie viel am Ende eine Sanierung kostet, hängt unter anderem vom Schaden und der Kellergröße ab. Am besten ziehen private Bauherren einen unabhängigen Sachverständigen also schon hinzu, bevor sie den Vertrag unterschreiben. Tipp: Vor der Planung des Kellers ist laut Bauherren-Schutzbund zudem ein Bodengutachten empfehlenswert, um die Höhe des Grundwasserspiegels und die Tragfähigkeit des Untergrundes prüfen zu können. dpa/tmn