Neben seinem Studium erlangte Kim Petersen die Befähigung zum Schweißfachingenieur. Mittlerweile doziert er selbst an der Hochschule Flensburg und bildet damit eine kompetente Schnittstelle zwischen diesem Bildungsinstitut, den dortigen Studierenden und Betrieben. Für die eigene Firma ist sein Einsatz als Lehrbeauftragter von unschätzbarem Vorteil. Denn nicht nur im unmittelbaren Kontakt zu den Studierenden, sondern auch seine ehrenamtliche Tätigkeit innerhalb des DVS (Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren), Bezirksgruppe Flensburg-Kiel, schafft in punkto Nachwuchsgewinnung und Ausbildungsförderung ganz andere Möglichkeiten.
Über diesen Weg kam sein ehemaliger Student Sören Guldager im vergangenen Jahr nach einem Betriebspraktikum und anschließendem Abschluss seines Maschinenbaustudiums als Ingenieur zu Hagge Schweißbetriebe GmbH.
Zukünftig wird er Führungsaufgaben übernehmen und Leiter der Schneidanlage sowie des Schweißroboters sein.
Loslassen für Neubeginn
Der erste Gedanke, einen Neubau und Schwenk in das Gewerbegebiet Robert-Koch-Straße 54 zu machen,keimte bereits 2015 auf. „Die Auftragslage stieg sukzessive an, die Produktionshalle auf dem Gründungsgelände wurde zu eng. Immer mehr Mitarbeiter kamen hinzu, um alle Projekte frist- und kundgerecht bearbeiten können“, beschreibt Björn Hagge den Entwicklungsprozess zu für den Neubau in exponierter Lage.


„Die Pläne für einen Ausbau An der Alten B5 waren zu kompliziert. Der B-Plan hätte geändert werden müssen, Stromversorgung war auch eher suboptimal und im Außenbereich gestalten sich grundlegende Veränderungen naturgemäß etwas komplizierter. Auf die grüne Wiese zu gehen, war der richtige, wohldurchdachte Schritt. Mit naher Anbindung an die Hauptverkehrsader und Verbindungstrasse nach Norden, handelt es sich wohl um die perfekte Lage“, wissen beide Geschäftsführer, von denen Björn Hagge noch am alten Standort arbeitet. Dort sind immer noch bis zu sieben Mitarbeiter mit der Herstellung von Geländern sowie Treppenbau beschäftigt, dem von Kim Petersen liebevoll genannten „Ingenieursbau“. Hallen- und Stahlbau, insbesondere seit Herbst 2022 auch Brückenbau, wird in den neuen Hallen in der Robert-Koch-Straße 54 produziert.
Der Aktionsradius von Hagge Schweißbetrieb GmbH erstreckt sich bis Hamburg, sehr viel in dessen Speckgürtel, aber auch nach Ostholstein und Kiel. „Hinzugekommen ist für uns auch die Zuarbeit für andere Stahlbau-Metallbaubetriebe als Subunternehmer“, beschreibt Kim Petersen die harmonische Verzahnung mit anderen Unternehmen.
Novum Schweißroboter und Schneidanlage
Neben einer im Herbst 2022 angeschafften hochmodernen Schneidanlage mit einem Schneidtisch von 3x12 Metern, somit die größte Anlage innerhalb Nordfrieslands, verfügt Schweißbetrieb Hagge GmbH zudem über einen digitalen, vollelektrischen neuen Mitarbeiter: Den ersten Schweißroboter dieser Art in der Region Nordfriesland! Wie wird der Einsatz dieses hochmodernen Präzisionsgerätes innerhalb der Firma angenommen und wie kam es zur Anschaffung?