Regionales Netzwerken an einem Ort, der wie kein zweiter für lokale Identität und Heimat steht: Das jüngste Treffen der GI-Gewerbeinitiative Ellerau und Umgebung fand im EDEKA-Markt Lätsch statt - mitten im Herzen der Gemeinde. Jendrik Lätsch und seine Schwester Saskia Sczesny, die auch im GI-Vorstand tätig ist, stellten ihr Marktkonzept vor, das ganz auf Regionalität und Nähe setzt. Ob Erdbeeren vom Hof Kaack, Kartoffeln aus Bad Bramstedt, Spargel vom Schäferhof in Wiemersdorf oder Heidelbeeren aus Willenscharen: Wer im EDEKA Lätsch einkauft, bringt ein Stück Schleswig-Holstein mit nach Hause.

„Ich bin Dörfler - ich hätte nirgendwo anders einen Supermarkt eröffnet“, betont Lätsch. Dass seine Familie den Markt seit 2008 in Ellerau führt und 2024 komplett modernisiert hat, sei für ihn keine wirtschaftliche Entscheidung allein gewesen, sondern eine Herzenssache.
Auch neue Ideen wurden vorgestellt - darunter das Konzept einer „ruhigen Stunde“: eine Einkaufsmöglichkeit für Menschen, die auf Reizarmut und geringere Geräuschkulisse angewiesen sind. Noch ist das Vorhaben in der Planungsphase, aber es zeigt, wie viel Offenheit und soziale Verantwortung im Unternehmen steckt.
Danach wurde es lebendig und lautlos, effizient: Speed-Dating im Schnellformat. GI-Vorstandsvorsitzende Svenja Rose erklärte die Regeln: „Zwei sitzen sich gegenüber, eine Minute lang sagt der eine: Was weiß ich eigentlich über dich? Danach hat er zwei Minuten Zeit, um sich vorzustellen.
Dann wird gewechselt.“
Was trocken klingt, war überraschend lebendig: Mal wurde herzlich gelacht, mal konzentriert notiert, mal war echtes Staunen zu hören, denn oft wissen wir weniger voneinander, als wir glauben. „Auch wenn ich gerade keine Dienstleistung brauche, wenn ich weiß, was die anderen tun, kann ich sie weiterempfehlen, falls jemand fragt“, so Rose. Sandra Pancke (Home Staging & Rededesign) ergänzte: „Das ist super für weitere Netzwerke.“
Für neue Mitglieder wie Guido Quast und Dirk von der Lieth von Q-Event war das Format ein idealer Einstieg: „Jeder kennt hier jeden - nur wir kannten noch niemanden. Jetzt ist das anders.“ Auch Dennis Tonk und Celina Nordheim von der Nordheim Service Gruppe waren erstmals dabei und waren begeistert.
So endete der Abend nicht ohne einen Blick nach vorn: Das nächste GI-Treffen findet am 23. Juni bei One Messebau Step in Quickborn statt.