Am 20. Juni feiert die Region die Eröffnung des Zentrums in Garding bei einem kleinen Imbiss und Getränken. An der Süderstraße 34 sind alle herzlich eingeladen, zwischen 11 und 13 Uhr das neue Gebäude zu besichtigen und auf die Eröffnung anzustoßen. Die Bürgermeisterin der Stadt Garding freut sich auf einen fröhlichen Tag mit Gästen fern und allen Beteiligten: „Dann habe ich endlich die Gelegenheit, im Namen der Stadt allen Gewerken, dem Projektleiter Stefan Cornils und den Kolleginnen und Kollegen des Amtes, den Architekten und allen weiteren am Bau Beteiligten unseren herzlichen Dank und unsere große Anerkennung auszusprechen. Sie alle haben unter schwierigsten Umständen ihr Bestes gegeben“, sagt Andrea Kummerscheidt. „Wir freuen uns alle auf diesen Tag, an dem wir auf das von Nah und Geleistete zurückblicken können und der Zukunft mit Hoffnung und Zuversicht entgegensehen!“
Die breite Palette zur medizinischen Versorgung umfasst im Erdgeschoss die Apotheke sowie eine Praxis für Physiotherapie und eine für Ergotherapie im Obergeschoss. Barrierefrei gelangt man über die stufenlosen Eingänge ins Erdgeschoss, wo sich ein Aufzug im Treppenhaus befindet, um in die zwei oberen Stockwerke zu fahren.
Weitere Praxen haben die modernen Räumlichkeiten bezogen: von der Allgemeinmedizin und Inneren Medizin über die Kinder- und Jugendärztin bis hin zu Haut- und Geschlechtskrankheiten. Die neue Ansiedlung dieses Facharztes ist sicherlich ein Gewinn für die Region. „Dank der Ausstattung mit einem Operationsraum kann Dr. Epple auch Eingriffe vor Ort vornehmen.“ schildert die Bürgermeisterin eine Besonderheit im Zentrum.
Die Erreichbarkeit aus der Region ist mit dem ÖPNV gut möglich, denn vom Bahnhof bzw. Busbahnhof sind es nur wenige Gehminuten. Mit dem PKW findet man leicht die ausgeschilderte Zufahrt zum großen Parkplatz von der Bundesstraße aus. Der Altstadtbereich bietet ca. 150 kostenfreie Parkplätze in fußläufiger Nähe. Die Lage des Zentrums zwischen Bundesstraße und historischer Altstadt sollte die Trennung städtebaulich aufbrechen und den Weg in den Ortskern öffnen.
Im Rückblick schildert Frau Kummerscheidt die Herausforderungen seit der ersten Idee 2017. Mit dem Ziel, die ambulante Versorgung der Bevölkerung zu sichern, sollten in den großen Orten im Amtsgebiet Tönning, Garding und Sankt Peter-Ording medizinische Versorgungszentren entstehen. Denn im ländlichen Raum musste dem demografischen Wandel begegnet werden. Auch das althergebrachte Modell eines Landarztes erschien nicht mehr zeitgemäß. Zusätzlich gestaltete sich die Nachfolgesuche für angesiedelte Praxen schwierig. Darüber hinaus erschwerte der Fachkräftemangel die Gewinnung medizinischen Personals.
„Wir hatten das große Glück, dass wir in exponierter Lage zwei Grundstücke erwerben konnten.“ freut sich die Bürgermeisterin. Eines der Häuser hatte eine Fassade aus dem 16. Jahrhundert und stellte sich als eines der ältesten Profangebäude nach dem Schloss vor Husum in Schleswig-Holstein heraus. Daraus folgten viele Auflagen zum Denkmalschutz, doch leider ohne finanzielle Förderung. Von den ursprünglich vorgesehenen vier Wohnungen durften nur zwei Wohnungen realisiert werden.
Mit Beginn der Bauphase 2021 kämpften sie mit vielen Hindernissen wie auch mit der Coronapandemie. Besonders hart traf die Baubranche Folgen wie Materialknappheit und Kostensteigerungen – all dies führte zu massiven zeitlichen Verzögerungen. Mit geschätzten 3,5 Mio. € höheren Kosten als geplant wurde das Gesundheitszentrum fertiggestellt. Die Stadt Garding musste mit 9 Mio. € die Finanzierung der Bauten selbst stemmen, auch wenn die ganze Region gesundheitlich versorgt wird.
„Der Kooperationsraum Mittleres Eiderstedt und die beteiligten Partnerkommunen bilden mit Garding die Hauptzielgruppe und deshalb trägt das Zentrum den Namen Eiderstedt Mitte“, erklärt die Bürgermeisterin. Mit diesem Meilenstein Mitte in Saist Eiderstedt chen Gesundheit nun gut aufgestellt für die Zukunft.