Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Lübeck hat ein innovatives Gemeinschaftsprojekt der Kliniken für Kinder- und Jugendmedizin sowie für Augenheilkunde die Diagnostik und Therapie der Frühgeborenenretinopathie nachhaltig verbessert. Im Mittelpunkt steht der Einsatz der RetCam, einer hochmodernen Kamera, die erstmals in Schleswig-Holstein für die Untersuchung der Netzhaut von Frühgeborenen eingesetzt wird. Diese Methode wird durch die Integration von Telemedizin und Künstlicher Intelligenz unterstützt, was sowohl die Diagnosemöglichkeiten als auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Kliniken revolutioniert.
Frühgeborene sind aufgrund des plötzlichen Überangebots an Sauerstoff nach der Geburt einem erhöhten Risiko ausgesetzt, ein abnormales Gefäßwachstum in der Netzhaut zu entwickeln. Diese Gefäßerkrankung kann im schlimmsten Fall zu einer Netzhautablösung und Erblindung führen. Traditionell erfolgt die Untersuchung der Netzhaut mit unangenehmen und belastenden Methoden, bei denen das Auge der Frühgeborenen mit einem Metallinstrument fixiert und eingedrückt wird.
Die RetCam bietet eine deutlich schonendere und präzisere Alternative, die das Wohl der kleinen Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt stellt.
Prof. Dr. Wolfgang Göpel, stellvertretender Klinikdirektor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am UKSH (kl. Foto), betont die Bedeutung dieser Innovation: „Unsere Klinik ist bereits überregional für die hervorragende Versorgung der kleinsten Patientinnen und Patienten bekannt. Dank der großzügigen Förderung in Höhe von fast 90000 Euro erhalten Frühgeborene durch den Einsatz einer hochmodernen Kameratechnik (RetCam) eine deutlich schonendere und verbesserte Diagnostik und Therapie bei einer Gefäßerkrankung der Augen-Netzhaut, die unbehandelt zur Erblindung führen kann. Davon profitieren unmittelbar vor allem die kleinen UKSH-Patientinnen und Patienten. Gleichzeitig wird auch die Arbeit unserer Teams deutlich erleichtert.
Verbunden mit Künstlicher Intelligenz und einer telemedizinischen Anwendung stärkt diese Methode die besondere Kompetenz der Augenklinik und der Neonatologie des UKSH in Lübeck. Diese innovative Technik wird erst in wenigen Zentren in Deutschland eingesetzt. “
Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz und die Zusammenarbeit mit dem vom Bundesministerium für Forschung Bildung und (BMBF) geförderten Lübecker German Neonatal Network sollen Krankheitsverläufe und Risikokinder frühzeitig erkannt werden. So wird die Netzhaut genauestens überwacht, um Komplikationen wie eine Netzhautablösung zu verhindern und die Behandlungsstrategien zu optimieren. Gleichzeitig werden über das Netzwerk Telemedizin und externe neonatologische Zentren in Schleswig-Holstein unterstützt, die über keine augenärztliche Expertise verfügen. Diese Zentren können ihre Befunde an das UKSH übermitteln und bei Bedarf die betroffenen Kinder nach Lübeck zur weiteren Behandlung verlegen.
Insgesamt verbessert die RetCam nicht nur die Untersuchungsbedingungen Frühgeborene, sondern ermöglicht auch eine umfassende und nachhaltige Behandlung. Eltern und medizinische Nachwuchskräfte profitieren von der besseren Dokumentation und den detaillierten Erläuterungen der Befunde, während Ärzte und Pflegepersonal die Möglichkeit haben, interdisziplinär und länderübergreifend über Krankheitsverläufe zu diskutieren. Diese Kombination aus technischer Innovation und medizinischer Kooperation neonatologischer Zentren macht das Projekt zu einem medizinischen Leuchtturmprojekt in Deutschland.
Spendenkonten
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Die Universitätsmedizin des UKSH kann über die Förderstiftung des UKSH etwa mittels Spenden, Vermächtnissen, Nachlässen und Geldlauflagen nachhaltig unterstützt werden.
Spendenkonten der Förderstiftung des UKSH:
Förde Sparkasse
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BIC: NOLADE21SPL
Angabe im Verwendungszweck: Spende zweckfrei, über shz
Weitere Informationen:
www.uksh.de/gutestun |
Mail: kuratorium@uksh.de
Nicht nach 18 Uhr: Fasten am Abend kann sinnvoll sein
Abnehmen ist immer eine Frage der Energiebilanz
Essen nach 18 Uhr ist nicht automatisch schlecht - und macht auch nicht unbedingt dick. Das gilt ungeachtet dessen, was in manchen Diät-Ratgebern behauptet wird. Trotzdem kann es sinnvoll sein, abends mit der Futterei aufzuhören.
„Das ist immer eine Frage der Gesamt-Energiebilanz“, sagt Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Denn wer ohnehin ständig oder zu viel isst, findet abends oft erst recht kein Ende. Da gibt es dann eben nicht nur Abendbrot, sondern anschließend noch Chips und Schokolade auf dem Sofa.
Regeln für Essenspausen
Eine generelle Regel wie „Nicht nach 18 Uhr essen!“ kann dann helfen, die Energiezufuhr zu bremsen. So bekommt der Stoffwechsel eine dringend nötige Essenspause und gewöhnt sich gar - nicht erst daran, dass es ununterbrochen Nachschub gibt. „Je öfter ich esse, desto eher esse ich auch zu viel“, erklärt Restemeyer.
Grundsätzlich spricht aber nichts gegen ein großes und warmes Abendessen, gerade wenn es mittags zum Beispiel nur ein Brötchen gab. „Das ist immer eine Frage der individuellen Vorlieben“, sagt Restemeyer.
Eine ausgewogene, vernünftige warme Mahlzeit ist in Sachen Energiebilanz und Gesundheit nicht automatisch schlecht. Zudem ist das Verhalten am Abend ja auch nicht bei allen gleich. Den einen zieht es aufs Sofa, die andere macht eine lange Runde mit dem Hund.
dpa-mag