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So kommen unsere Sinnesorgane gesund durch den Herbst

Foto: stock.adobe.com/Vader Stocker

Wenn die Tage kürzer werden, die bunten Blätter rascheln und die kühle Herbstluft Einzug hält, laufen unsere Sinnesorgane auf Hochtouren. Doch der Wechsel der Jahreszeiten stellt unsere Wahrnehmung vor besondere Herausforderungen: Trockene Heizungsluft, zugiger Wind und die aufziehende Erkältungszeit fordern Augen, Ohren, Nase, Mund und Haut heraus. Wer seine Sinne jetzt gezielt schützt und pflegt, stärkt nicht nur seine Abwehrkräfte, sondern bewahrt sich eine hohe Lebensqualität im Alltag.

Sehvermögen: Durchblick trotz Dunkelheit und Heizungsluft

Kürzere Tage, die frühe Dämmerung und intensive Heizungswärme belasten die Augen im Herbst extrem. Der natürliche Tränenfilm verdunstet schneller, was zu Rötungen, Brennen oder einem Fremdkörpergefühl führt. Zudem strengt das Autofahren bei Dämmerung und Nässe die Augen zusätzlich an.

Pflege-Tipp: Nutzen Sie konservierungsmittelfreie Befeuchtungstropfen mit Hyaluronsäure und gönnen Sie Ihren Augen beim Arbeiten am Bildschirm regelmäßige Pausen (die 20-20-20-Regel: alle 20 Minuten für 20 Sekunden in die Ferne blicken). Ein aktueller Sehtest schafft Sicherheit im Straßenverkehr.

Gehör und Gleichgewicht: Schutz vor kühlem Herbstwind

Kühler Wind und plötzliche Temperaturwechsel können den empfindlichen Gehörgang reizen, Schmerzen verursachen und das Infektionsrisiko erhöhen. Auch das Immunsystem des Innenohrs reagiert empfindlich auf Kälte.

Pflege-Tipp: Schützen Sie die Ohren bei windigem Wetter mit passenden Mützen oder Stirnbändern. Wattestäbchen gehören nicht in den Gehörgang – sie schädigen den natürlichen Schutzfilm, schieben Ohrenschmalz tief fest und können das Trommelfell verletzen. Bis auf Wasser beim Duschen und eventuell etwas milde Seife benötigen unsere Ohren kaum weitere Pflege oder Reinigung. Professionelle Reinigungen führt der Facharzt durch.

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Nase und Geschmack: Schutzschild gegen Viren und Keime

In der Erkältungszeit ist die Nasenschleimhaut das erste Bollwerk gegen Erreger. Trocknet sie aus, bildet sie mikroskopisch kleine Risse – Viren haben leichtes Spiel. Da der Geschmackssinn zu einem Großteil an den Geruchssinn gekoppelt ist, leidet bei verstopfter Nase auch der Genuss.

Pflege-Tipp: Isotonische Meerwasser-Nasensprays oder regelmäßige Nasenduschen halten die Schleimhäute feucht. Stärken Sie Ihre Abwehr zusätzlich durch eine vitamingeladene Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser oder ungesüßter Tee täglich).

Haut und Tastsinn: Reichhaltige Pflege für unsere Schutzschicht

Die Haut ist unser größtes Sinnesorgan und verbindet uns direkt mit unserer Umwelt. Sinken die Temperaturen unter 8 °C, stellen die Talgdrüsen ihre Fettproduktion weitgehend ein. Die Haut wird spröde, beginnt zu jucken und verliert an Elastizität.

Pflege-Tipp: Wechseln Sie im Herbst von leichten Feuchtigkeitscremes zu lipidreicheren Pflegeprodukten. Sanfte Massagen und Wechselduschen regen die Durchblutung an, aktivieren die Rezeptoren der Haut und halten den Tastsinn beweglich und feinfühlig.

Fazit und Vorsorge:
Unsere Sinnesorgane schenken uns Orientierung und Lebensfreude. Regelmäßige Check-ups – vom Sehtest über den Hörcheck bis hin zur Hautkrebsvorsorge – stellen sicher, dass Veränderungen frühzeitig erkannt werden. Ihre Gesundheitsexperten in der Region beraten Sie gerne, damit Sie den Herbst mit allen Sinnen genießen können.

Text: Matthias Schlicht


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