Schließen
Um Ihre Registrierung abzuschließen, gehen Sie in Ihr E-Mail-Postfach und folgen dem Link in der Bestätigungsmail. Danach können Sie den Artikel frei lesen. E-Mail erneut senden

Kiel: Modernste Herzmedizin am UKSH

Prof. Frank erläutert beim Tag der offenen Tür zur Eröffnung die Funktionsweise und Besonderheiten des neuen KIC.    Fotos: UKSH

Am Campus Kiel des UKSH ist das neue Kardiologische Interventions-Centrum (KIC) eröffnet worden. In dem Zentrum sind die Herzkatheterlabore der Klinik für Innere Medizin III (Kardiologie und konservative Intensivmedizin) und der Klinik für angeborene Herzfehler und Kinderkardiologie zusammengeführt worden. Entstanden ist eine der modernsten Einrichtungen ihrer Art in Europa. Patientinnen und Patienten aller Altersgruppen - vom Neugeborenen mit angeborenem Herzfehler bis zum Erwachsenen mit akutem Herzinfarkt - werden hier minimalinvasiv untersucht und behandelt. Die Lage direkt neben der Interdisziplinären Notaufnahme mit ihrer Chest-Pain-Unit ermöglicht schnelle Hilfe bei Herz-Notfällen.

Neues Kardiologisches Interventions-Centrum am Campus Kiel eröffnet

Das KIC wurde im zentralen Klinikgebäude Haus C in unmittelbarer Nähe zur Interdisziplinären Notaufnahme eingerichtet. Auf rund 1500 Quadratmetern bietet das KIC einen Überwachungsbereich für die Betreuung vor und nach dem Eingriff sowie sechs hochmoderne Behandlungsräume. Sie sind mit innovativer Bildgebung ausgestattet, die besonders präzise Eingriffe ermöglicht.

Ein besonderer Vorteil ist die Kombination verschiedener Verfahren wie Durchleuchtung und Ultraschall. Sie erlaubt es dem Behandlungsteam, komplexe Eingriffe - etwa an den Herzklappen - äußerst schonend und exakt zu steuern. Für die Behandlung der koronaren Herzkrankheit können modernste Verfahren zur Einschätzung der Erkrankung wie optische Kohärenztomographie (OCT) oder Druckdrahtverfahren genutzt werden. Zwei der Labore sind speziell auf die Behandlung von Rhythmusstörungen des Herzens ausgelegt. Hier ermöglichen unter anderem sogenannte 3D-Mapping-Verfahren die exakte Lokalisation und Behandlung auch komplexester Arrhythmien.

Ein besonderer Gewinn ist das KIC für die Versorgung von Kindern mit schweren Herzrhythmusstörungen. Bereits zuvor konnten junge Patientinnen und Patienten in spezialisierten EPU-Laboren mit modernsten Verfahren wie 3D-Mapping und Katheterablation behandelt werden - jedoch räumlich getrennt von der Kinderkardiologie. Mit dem neuen Zentrum arbeiten Kinderkardiologie und Elektrophysiologie nun unter einem Dach - für mehr Sicherheit und eine noch engere Zusammenarbeit beider Fachbereiche. Zukünftig können im neuen KIC jährlich mehr als 4.000 Erwachsene sowie circa 400 Kinder und Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern versorgt werden.

Hochtechnisierte Herzkatheterlabore ermöglichen die minimalinvasive Diagnose und Behandlung von Herzerkrankungen - präzise, schonend und mit schnellerer Genesung für die Patientinnen und Patienten.
Hochtechnisierte Herzkatheterlabore ermöglichen die minimalinvasive Diagnose und Behandlung von Herzerkrankungen - präzise, schonend und mit schnellerer Genesung für die Patientinnen und Patienten.

Prof. Dr. Derk Frank, Direktor der Klinik für Innere Medizin III, erläuterte: "Wir verfügen hier über Räume, die für den jeweiligen Einsatzzweck hochspezialisiert ausgerüstet sind - etwa für die Behandlung von Herzinfarkten und koronarer Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen sowie Defekten der Herzklappen und der Herzscheidewand. Entscheidend ist auch die Nähe zur Notaufnahme, sodass wir in akuten Fällen noch schneller handeln können." Zudem ermöglichen es neu geschaffene Strukturen der ambulanten Medizin innerhalb des KIC, zukünftig viele Patientinnen und Patienten am selben Tag aufzunehmen und wieder zu entlassen. PD Dr. Jan Hinnerk Hansen, stellv. Direktor der Klinik für angeborene Herzfehler und Kinderkardiologie, ergänzte: "Ein großer Vorteil des KIC aus kinderkardiologischer Sicht ist die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem Team der Erwachsenenkardiologie. Dadurch können wir die stetig wachsende Gruppe von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern deutlich besser versorgen, etwa bei Eingriffen an den Herzklappen oder beim Behandeln von Herzrhythmusstörungen."

Weitere Informationen: www.uksh.de/kardiologie-kiel


Text: UKSH

Meine Favoriten:
Alle Orte: