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Führung durch die Hanerauer Wassermühle an Pfingsten

Jochen Pahl freut sich darauf, den Besuchern am Montag seine Wassermühle zu zeigen. Foto: Hans-Jürgen Kühl

Anlässlich des Deutschen Mühlentages beginnt der Pfingstmontag in Hanerau mit einem Gottesdienst im Garten der Wassermühle, Live-Musik, Brötchenbacken im alten Steinofen und vielem mehr.

HANERAU-HADEMARSCHEN - Mit einem Gottesdienst im Garten der Wassermühle beginnt der Pfingstmontag in Hanerau. Anlässlich des Deutschen Mühlentags können sich die Besucher wieder einmal davon überzeugen, dass die Wassermühle Hanerau noch voll funktionsfähig ist.

Am Pfingstmontag öffnen bundesweit mehr als 1000 historische Mühlen ihre Pforten. Die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung“ (DGM) und ihre Landes- und Regionalverbände sind die Veranstalter des Aktionstags. Beim Mühlentag lassen Wind- und Wasser-, Dampf- und Motormühlen in ganz Deutschland ihre Flügel und Wasserräder drehen. Die Mühlenbetreiber setzen die Mahlgänge in Betrieb und gewähren ihren Besuchern einen besonderen Einblick in das Kulturgut Mühle und das alte Müllerhandwerk.

Von Anfang an dabei

In Hanerau hat man noch keinen der nunmehr 31 Deutschen Mühlentage verpasst. „Nach dem Gottesdienst, der um 10 Uhr beginnt, werden wir insgesamt fünf Führungen durch die anbieten, Wassermühle überwiegend op Platt, aber um 15 Uhr auch eine auf Hochdeutsch“, kündigt Fördervereins-Chef und Eigentümer Jochen Pahl an. Hauptprogrammpunkt der Rundgänge sind die Mahlvorführungen, bei denen die Besucher unter anderem erklärt bekommen, was es mit dem „Klappern der Mühle am rauschenden Bach“ auf sich hat.

Im Angebot sind am Pfingstmontag „Mühlen-Weißbrot“ und „Hanerauer Schwarzbrot“, die in der Bäckerei Thiessen mit in der Wassermühle gemahlenem Mehl gebacken wurden. Auch Kaffee und Kuchen sowie Bratwurst, Grillfleisch und Kartoffelsalat werden angeboten. Für Musik sorgt Sandra Lorenzen mit ihrer Harfe. Kleine und große Besucher haben darüber hinaus die Gelegenheit zum Brötchenbacken in einem alten Steinofen im Mühlengarten.

In Hanerau gibt es nachgewiesenermaßen seit 1490 eine Wassermühle. Am heutigen Standort wurde sie das erste Mal im Jahre 1614 als „Hanrower Muhle furm Hofe“ im Landregister erwähnt. 1857 wurde die Mühle um einen Meter angehoben und bekam dadurch ihr jetziges Erscheinungsbild. Nachdem das Wasserrad 2020 erneuert wurde, folgte 2023 der Einbau einer neuen Standwelle aus Weißbuchenholz. Seitdem werden wieder alle Maschinen mit Wasserkraft angetrieben. khl

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