Schaut man auf die Historie des imposanten Friesenhauses, so haben dessen Mauern schon vieles beherbergt. Angefangen bei dem Urhaus, welches damals lediglich zum Wohnen diente, über Kinderheime, Lazarett sowie Flüchtlingsunterkunft, bis hin zur Gastronomie.
Silke Kellner, Hotelfachfrau und Veranstaltungsbetriebswirtin
Ganz sicher würden seine dicken Wände Geschichten erzählen können. Und nicht immer waren diese so schön wie die des Ehepaar Kellner. Voller Stolz öffneten sie am 2. März 2023 im Störtebeker Haus, Boldixum, die Türen für ihr eigenes Restaurant: Das „Kellners".
Vor gut einem Jahr entschlossen sich Silke und Michael Kellner, ihren Lebensmittelpunkt in der Nähe von Wiesbaden nach Schleswig-Holstein zu verlegen. „Unser Wunsch war es schon seit schätzungsweise zwei Jahren, zwischen den Meeren einen eigenen Betrieb zu eröffnen", erzählt die gelernte Hotelfachfrau und Veranstaltungsbetriebswirtin.
Zwar lag der Fokus zunächst auf der Ostküste, aber dort ein passendes Objekt zu finden, war utopisch. „Über eine Agentur sind wir dann auf dieses Traditionshaus gestoßen. Es birgt ein unheimliches Potenzial und bot den logistischen Grundstock für unser Konzept."
Dann ging alles recht schnell. Historische Elemente, wie die 100 Jahre alte Bank im Flemmingraum, welche aus der Zeit stammt, als das Haus noch ein Kinderheim war, originale Einbauschränke oder Wandteile mit Delfter Fliesen verschmelzen in den sonst sehr puristisch gehaltenen Räumen des „Kellners". "Leider ließ sich der massive Dielenboden im Flemmingraum nicht erhalten. Dies ist der einzige Raum, in dem dieser erneuert werden musste", berichtet Rike Gotheer.