Ein milder Samstagmittag, hellblauer Himmel über Pinneberg. Die Sonne fällt weich durch erste Blätter, irgendwo zwitschern Vögel, es summt und brummt zaghaft – noch nicht voller Sommer, aber schon deutlich Frühling. Wer jetzt durch den Rosengarten spaziert, merkt schnell: Hier beginnt eine Jahreszeit, die man mit allen Sinnen erleben kann.
Menschen kommen und gehen, fast lautlos. Eine junge Mutter schiebt den Kinderwagen über den breiten Weg, ein Jogger zieht seine Runde, weiter hinten bleibt jemand stehen, schaut, atmet durch. Es ist diese Mischung aus Bewegung und Ruhe, die den Ort ausmacht – eine grüne Oase mitten in der Stadt.
Dagmar Cabral und Ernst Kelting vom Freundeskreis Rosengarten kennen diese Wirkung gut. Für Dagmar Cabral ist der Garten ein Ort zum Abschalten: „Hier kann man einfach loslassen.“ Oft ist sie mit ihren Hunden unterwegs, geht weiter in den angrenzenden „Fahlts“-Wald. Ernst Kelting beobachtet, wie vielfältig der Garten genutzt wird – von Spaziergängern über Reha-Gruppen bis hin zu Sportgruppen des VfL, Boulespielern oder Schülern, die auf der großen Wiese lernen oder picknicken.
Frühblüher sorgen für Farbe
Die Hauptzeit der Rosen liegt erst im Juni und Juli. Doch schon jetzt zeigt der Garten, dass er mehr ist als ein Sommerziel für Rosenfreunde. Narzissen, Stiefmütterchen, blühende Kirschbäume, Magnolien, bald Rhododendren und weitere Stauden sorgen für Farbe. Vieles ist bewusst so angelegt, dass Besucher zu jeder Jahreszeit Blühendes entdecken können. Wer genau hinschaut, findet zudem erste Knospen an historischen Sorten wie der „New Dawn“.
Überhaupt steckt der Garten voller kleiner Entdeckungen: der historische Hochzeitspavillon, weiße Bänke an den Sichtachsen, verschlungene Wege im Rockvillegarten, antike Papierkörbe. Rund 120 Rosensorten wachsen hier – eingebettet in mächtige Bäume, die Schatten spenden und für ein geschütztes Klima sorgen.
Gleichzeitig wird im Hintergrund viel gearbeitet. Beete werden erneuert, Rosen zurückgeschnitten. Wo Pflanzen nicht mehr vital sind oder das Unkraut zu hartnäckig wurde, wird die Erde ausgetauscht. Auch daraus können Gartenfreunde etwas mitnehmen: Wer Rosen neu pflanzt, sollte dem Boden besondere Aufmerksamkeit schenken. Wer Fragen hat oder hat oder Inspiration sucht, trifft im Freundeskreis oft auf Menschen, die ihre Erfahrungen gern teilen.
Engagement und Spenden erwünscht
Der Garten lebt vom Engagement vieler – sei es durch Mithilfe oder Unterstützung, die Projekte möglich macht. Rund 20.000 Euro möchte der Verein in diesem Jahr in die Aufwertung von Bänken, Stelen und Beschriftungen investieren – und freut sich über Spenden.
So ist der Rosengarten nicht nur ein Ort zum Verweilen, sondern auch zum Entdecken, Lernen und Wiederkommen. Und wer neben der Ruhe lebendige Momente sucht, wird hier ebenfalls fündig: Mit Konzerten und Veranstaltungen wie SummerJazz oder dem Tag der offenen Gärten wird die Anlage immer wieder zur Bühne – und verbindet Naturerlebnis mit Begegnung.
Das ist geplant
● 1. Mai, 14-16 Uhr: PicknickKonzert mit dem Soundorchester Pinneberg (Eintritt frei, Spenden erbeten)
● 20./21. Juni: Tag der offenen Gärten (mit Musik, Details folgen)
● 28. Juni, 11 Uhr: SummerJazz-Konzert im Rosengarten
www.rosengartenpinneberg.de
Natascha Thölen
Liebe Leser und Leserinnen!

Haben Sie es auch bemerkt? Dieses ganz besondere Licht, das unsere Region dieser Tage in ein sanftes Grün taucht? Wenn man an einem milden Samstagmittag durch den Rosengarten in Pinneberg spaziert, spürt man es sofort: Der Frühling ist nicht mehr nur ein Versprechen, er ist da. Ohne Wenn und Aber. Es summt, es brummt und die ersten Kirschblüten erinnern uns daran, wie wertvoll unsere grünen Oasen mitten in der Stadt sind.
Des Weiteren steht der Mai im Kreis Pinneberg im Zeichen der Mobilität. Vom 1. bis 21. Mai heißt es wieder: Kilometer sammeln für das Stadtradeln. Damit Sie dabei sicher unterwegs sind, haben wir in dieser Ausgabe Expertenrat eingeholt. Daniel Sauter von der Fahrradbörse Elmshorn erklärt uns im Interview, worauf es beim Frühlings-Check ankommt – vom richtigen Reifendruck bis hin zu modernen Features wie ABS für das E-Bike.
Und wer Lust hat, die gewohnten Pfade zu verlassen: Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit der App Komoot zum Entdecker vor der eigenen Haustür werden können. Viel Spaß beim Lesen.
Herzlichst,
Kai Lehn
Redaktionsleiter
Über Fragen, Anregungen und Kritik freuen wir uns: stadtgespraech@a-beig.de
Digitaler Kompass für den Frühling
Wenn die Natur im Kreis Pinneberg zum Leben erwacht, zieht es viele Menschen für Radtouren und Spaziergänge nach draußen. Um dabei die gewohnten Pfade zu verlassen und neue Lieblingsecken vor der eigenen Haustür zu finden, bietet sich die Nutzung der App Komoot als digitaler Tourenbegleiter an. Die Plattform fungiert wie ein Gedächtnis der Region, in dem Einheimische und Outdoor-Begeisterte ihre Entdeckungen teilen.
Anstatt mühsam Karten zu studieren, lassen sich hier maßgeschneiderte Routen finden, die exakt auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten sind – sei es für eine entspannte Runde durch die blühenden Baumschulen oder eine ausgiebige Radtour entlang der Pinnau. Das Besondere an diesem digitalen Tool ist die Verknüpfung von Navigation und Inspiration durch sogenannte Highlights. Dies sind von der Community markierte Orte, die mit Fotos und aktuellen Wegbeschreibungen zeigen, ob die Kirschblüte im Arboretum Ellerhoop bereits in voller Pracht steht oder ob die Wege im Himmelmoor nach dem letzten Frühlingsregen gut passierbar sind.
Die Anwendung ermöglicht es, die Planung flexibel von der Couch aus zu erledigen und die Touren anschließend per Smartphone sicher zu navigieren. So wird Planung vereinfacht und der Kopf bleibt frei für das Wesentliche: den Genuss der ersten warmen Sonnenstrahlen im Kreis Pinneberg.
jfa
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