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Evangelisches Amalie Sieveking Krankenhaus: Fortschritte in der Behandlung von Darmkrebs

Erfahrene Experten: Priv.-Doz. Dr. Johannes Kluwe (rechts) für die Innere Medizin und Prof. Dr. Christoph Isbert für die Chirurgie. Foto: Immanuel Albertinen Diakonie/hfr

Früh erkannt hätten Menschen mit Darmkrebs eine Heilungschance von nahezu 100 Prozent.

Die Heilungschancen bei Darmkrebs haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, doch nach wie vor ist die Früherkennung der Erkrankung ein wichtiger Faktor für den Behandlungserfolg. Im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus stehen mit dem Chefarzt der Inneren Medizin, Privatdozent Dr. Johannes Kluwe, und dem Chefarzt der Chirurgie, Prof. Dr. Christoph Isbert, zwei Experten für die Behandlung von Darmkrebs zur Verfügung. Diese erfolgt in enger Abstimmung mit der Onkologie und weiteren Fachdisziplinen im Rahmen einer Tumorkonferenz, in der gemeinsam eine maßgeschneiderte Therapie festgelegt wird.

Unternehmen aus der Region

Dem Chirurgen kommt eine wichtige Rolle zu, denn zum einen gilt es, alle Tumorzellen zu entfernen. Zum anderen ist insbesondere bei der Operation des Rektumkarzinoms (Mastdarmkrebs) Vorsicht geboten, um die umliegenden Nervenbahnen nicht zu schädigen und die natürliche Kontinenz zu erhalten. Beides erfordert ein hohes Maß an Erfahrung. „Traditionell wird das lokal fortgeschrittene Rektumkarzinom mit einer Kombination aus Chemotherapie und Bestrahlung sowie anschließender Operation behandelt. 

Dadurch wird der Tumor bereits vor der Operation deutlich verkleinert und besser entfernbar. Neue Daten deuten darauf hin, dass bei geeigneten Patientinnen und Patienten auch eine alleinige Chemo  oder Immuntherapie unter Verzicht der OP sinnvoll sein kann. Ziel jeder Therapie bleibt es, die Überlebenschancen und die Lebensqualität zu verbessern“, sagt Prof. Dr. Isbert. Früh erkannt hätten Menschen mit Darmkrebs eine Heilungschance von nahezu 100 Prozent. Privatdozent Dr. Kluwe appelliert: „Früherkennung ist wichtig und kann Leben retten. 

Nehmen Sie unbedingt das Angebot Ihrer Krankenkasse an und lassen Sie ab dem 50. beziehungsweise 55. Lebensjahr eine Darmspiegelung durchführen. Wenn bei nahen Verwandten Darmkrebs aufgetreten ist, kann diese auch schon früher notwendig sein. Im Rahmen der Untersuchung werden Polypen als Vorstufen von Darmkrebs entfernt. Bei großen Polypen oder ganz frühen Karzinomen kann auch eine endoskopische Abtragung im Krankenhaus sinnvoll sein. Es gilt: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!“.

vm/bt


Schimmel nur abkratzen?

Der laxe Umgang von Verbraucherinnen mit schimmligen Lebensmitteln verwundert das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): So ergab eine repräsentative Umfrage mit 1012 Befragten für den BfR-Verbrauchermonitor 2024 zu natürlich vorkommenden, pflanzlichen Giften, dass jeder Vierte (25 Prozent) nur den verschimmelten Teil bei Marmelade entfernt und den Rest weiter isst.
Da zeige sich ein deutlicher Bedarf an Aufklärung, so das Institut. Da Schimmelpilzgifte bei Menschen und Tieren bereits in geringen Mengen gesundheitsschädlich gen wirken können, sollte schimmlige Marmelade grundsätzlich vollständig entsorgt werden. Das gelte auch für verschimmelte Beeren. Hier sollten befallene und umliegende Früchte nicht mehr gegessen werden. Daran hielten sich allerdings lediglich 60 Prozent. 

dpa/rus


Blutspendetermin

Das DRK bietet in Ahrensburg wieder einen Blutspendetermin an. Er findet am Freitag, 19. Juli, von 15 bis 19.30 Uhr im Sporthaus des SSC Hagen in der Hagener Allee 121 statt.

am/dv


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