„Ich gratuliere zu dem tollen Erfolg! Das ist ein wichtiger Schritt nach vorne für den EMTV“, lobte Mark Müller, Geschäftsführer des Kreissportverbands, den EMTV-Vorstand. Was er meinte: Die Verabschiedung der neuen Satzung auf der Delegiertenversammlung am 27. November letzten Jahres; dort hatten 88 Prozent der Delegierten für die neuen Satzung votiert.
Warum eine neue Satzung für den EMTV? Weil Satzungs-Experten immer wieder dazu raten, von Zeit zu Zeit die Satzung den geänderten Bedingungen eines Vereins anzupassen; und die Erstfassung der alten Satzung datierte immerhin aus dem Jahr 2003!
Deshalb hatte Anfang 2023 der Vorstand beschlossen, die bestehende Satzung komplett zu überarbeiten. Mitte 2023 nahm dann eine Satzungs-Kommission die Arbeit auf. Diese bestand aus den Vorständen Jens Berendsen und Uwe Altemeier sowie EMTV-Geschäftsführer Arne Hirsch. Die drei wurden stark unterstützt von Holger Thiedemann (Vorstandsmitglied im Kreissportverband Pinneberg) sowie Volkmar Zimmermann, Ex-Vorstand des EMTV; beide mit profunder Expertise in satzungsrechtlichen Fragen.
Methodisch wurde so vorgegangen, dass zunächst die Satzungen von Sportvereinen ähnlicher Größenordnung gesichtet wurden, um zu lernen, wie sich andere Sportvereine aufstellen. Es wurde schnell deutlich: Großvereine werden von hauptamtlichen Vorständen geführt. Und diese werden begleitet von ehrenamtlichen Kontroll-Gremien.
So auch zukünftig beim EMTV: Die neue Satzung sieht vor, zwei bis drei hauptamtliche Vorstände zu berufen. Und: Der Vorstand wird begleitet von einem fünf- bis sieben-köpfigen ehrenamtlichen Aufsichtsrat.
Aus Sicht der Satzungs-Kommission war die Einrichtung eines hauptamtlichen Vorstands zwingend notwendig, denn: der EMTV hat knapp 6000 Mitglieder, er beschäftigt über 50 Mitarbeiter und bewegt ein Budget von rund 3 Millionen Euro. „Das sind Zahlen eines kleinen mittelständigen Unternehmens“, meint Uwe Altemeier, „und niemand würde auf die Idee kommen, ein solches Unternehmen ehrenamtlich zu führen.“ Parallel ist die Zahl der Sparten im Verein kontinuierlich gestiegen: allein um vier in den vergangenen fünf Jahren (Einrad, Golf, Dart und Padel). All das macht die Vereins-Führung komplexer. Ferner wurden die Zuwendungs- und Vergabebedingungen in den vergangenen Jahren ständig komplizierter. Das bedeutet: Mehr Fachwissen, mehr bürokratischer Aufwand und somit: mehr Arbeit! Alles Entwicklungen, die ehrenamtliche Vorstände an den Rand der Überforderung führen.
Die neue Satzung legt fest, dass die ehrenamtlichen Aufsichtsrats-Mitglieder von der Delegiertenversammlung für vier Jahren gewählt werden. Der Aufsichtsrat wiederum beruft die hauptamtlichen Vorstände.
Zukünftig wird der Vorstand vor dem Ende eines Kalenderjahres den Entwurf eines Budgets vorlegen; dieser muss dann vom Aufsichtsrat genehmigt werden. Neu dabei: Anschließend beschließt final der so genannte Hauptausschuss – dort sitzen die Leiter der Sparten sowie ein Vertreter der Sportlehrer – über das Budget. „Diese Abfolge war uns wichtig, weil die Höhe der Mitgliedsbeiträge ein wichtiger Bestand-Teil des Budgets sind. Und so haben die Spartenleiter ein Daumen auf der Höhe der Mitgliedsbeiträge“, begründet Geschäftsführer Arne Hirsch die gewählte Konstruktion.
Im Rahmen des Budgets kann im Geschäftsjahr der Vorstand unterjährig autonom über Geldausgaben entscheiden. Ebenfalls neu: Der Jahresabschluss des EMTV wird von einem Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater geprüft.



Neben einer komplett neuen Aufbaustruktur des EMTV sieht die neue Satzung einige wesentlichen Neuerungen vor: So wird dem Satzungs-Text eine Präambel vorangestellt. Dort wird ein Leitbild formuliert, für welche Grundsätze der EMTV steht, wie zum Beispiel: Bekenntnis zur Fairness im Sport, Respekt und Toleranz sowie zum Kinder- und Jugendschutz. Weiter neu: Der Name des Vereins wurde aktualisiert. Statt „Elmshorner Männer Turn-Verein“ jetzt lediglich noch: „Elmshorner MTV“, kurz „EMTV“. Ferner wurden jetzt auch neben den Präsenzsitzungen – Telefon- und Videokonferenzen zugelassen, sofern es die äußeren Umstände erzwingen (wie zum Beispiel während einer Epidemie).
Die neue Satzung ist verabschiedet, wird jedoch erst wirksam, wenn sie in das Vereins-Register eingetragen wurde. Wann das sein wird, hat der EMTV nicht in der Hand. Bis Mitte Februar 2026 sollte der Eintrag jedoch erfolgt sein. Sodann wird (fristgerecht) eine neue Delegiertenversammlung einberufen. Wichtiger Tagesordnungspunkt: Wahl des Aufsichtsrats. Wenige Tage später wird auf der ersten Aufsichtsrats-Sitzung der Vorstand berufen.
Der aktuelle Vorstand hat eine Liste von sieben Kandidaten zusammengestellt, die bereit sind, sich für den Aufsichtsrat zur Wahl zu stellen. Selbstverständlich haben die Delegierten das Recht, weitere Kandidaten ins Rennen zu schicken.
Wer die Kandidaten sind, die der Vorstand den Delegierten vorschlägt, findet sich auf Seite 6 dieser Beilage.