Treiben Sie aktuell Sport? Wenn ja: welchen?
Sachse: Ich jogge regelmäßig und nutze oft das Fahrrad im Alltag.
Klaus: Ich laufe gerne, schaffe das aktuell aber viel zu selten.
Kipp: Ich bin mit Begeisterung im Breitensport Laufen aktiv.


Waren Sie jemals in einem Sportverein aktiv, wenngleich auch lediglich früher als Kind oder Jugendlicher? Welchen Sport?
Sachse: Turnen, später EMTV Handball + Badminton. Karate im Studium.
Klaus: Als Jugendlicher habe ich bei Raspo Handball gespielt.
Kipp: Nein, da ich in armen Verhältnissen aufgewachsen bin.
Sportvereine sollten in erster Linie professionell den "Sportbetrieb" organisieren. Was erwarten Sie darüber hinaus vom EMTV mit Blick auf gesellschaftliches Engagement?
Sachse: Sportvereine sind ein wichtiger Baustein für gesellschaftliches Miteinander, Inklusion und Teilhabe aller Menschen. Der EMTV leistet hier bereits viel.
Sport und die Freude an Bewegung in jedem Alter sowie das Gemeinschaftserleben können noch mehr in die Stadtgesellschaft eingebunden werden, z.B. durch Kooperationen.
Ehrenamtliches Engagement braucht Sichtbarkeit, um Vorbildcharakter zu entfalten.
Klaus: Der EMTV lebt Vielfalt und hat den Verein als sozialen Treffpunkt für alle Generationen etabliert. Er zeigt dabei stets sein großes Engagement in den Bereichen Integration, Kinder- und Jugendförderung, Inklusion, Gesundheitsförderung sowie die aktive Öffnung in den Stadtteil. Ich wünsche mir, dass der Verein dieses Engagement fortsetzt und so weiterhin die Teilhabe aller Menschen stärkt.
Kipp: Sportvereine sollten, neben ihrem ohnehin großen sozialen und integrativen Einfluss den Mut aufbringen, sich am Schutz unserer Demokratie und unserer Verfassung sichtbar zu beteiligen. Die ÖDP wird jederzeit dafür eintreten, dass daraus keine Gefahr für die Gemeinnützigkeit entsteht.
Würden Sie es unterstützen, wenn sich der EMTV auch als Träger im schulischen Ganztagsbetrieb bewürbe? Warum ja oder nein?
Sachse: Ja, das passt grundsätzlich gut zusammen.
Kinder verbringen immer mehr Zeit in der Schule. Bewegung, Ernährung und Freizeitgestaltung sind da zentrale Themen. Sport fördert motorische und kognitive Fähigkeiten. Kooperationen zwischen Bildungseinrichtungen und Sportvereinen, Verbänden sowie weiteren außerschulischen Partnern liegen auf der Hand. Ich befürworte die Initiativen, die dazu seitens des Landes auf den Weg gebracht wurden, sehr. Für ein breites, vielfältiges Angebot braucht es ausreichend qualifiziertes und pädagogisches Fachpersonal. Das können Trainer aus Sportvereinen, Sportstudenten, Schüler der Oberstufe und sonstige Übungsleiter sein.
Wichtig sind allerdings eine einheitlich hohe Qualität und ausreichende Ressourcen an allen Schulen, die kontinuierlich zur Verfügung stehen.
Klaus: Ja, das würde ich unterstützen. Der Verein ist Experte in der Bewegung von Kindern und hat dies bereits vielfach unter Beweis gestellt. Zudem verfügt der EMTV über wertvolle Erfahrungen als langjähriger Kooperationspartner der betreuten Grundschule und hat gezeigt, dass er neue Projekte erfolgreich umsetzen und nachhaltig gestalten kann.
Kipp: Ja. Ganztagsschulen verändern den Alltag der Kinder auf eine Weise, dass Sport und Teilnahme in Sportvereinen an Wochentagen kaum noch möglich ist. Getreu dem alten Sinnspruch: "Wenn der Prophet nicht zum Berge kommt, muss der Berg zum Propheten kommen", sollte also der Vereinssport zu den Kindern in die Ganztagsschulen gehen. Sportliche Aktivität ist für die geistige Entwicklung und die Stressbewältigung förderlich, daher kann es nur positive Ergebnisse bringen
Halten Sie es für sinnvoll, einen Sportverein (wie dem EMTV) auch bei städtebaulicher Planung zu involvieren, hinsichtlich Berücksichtigung von öffentlichen „Bewegungsräumen“? Warum ja oder nein?
Sachse: Ja, unbedingt. Sportvereine können hier einen wichtigen fachlichen Beitrag leisten. Neben den klassischen Sportanlagen nehmen Sportund Bewegungsräume im öffentlichen Raum einen hohen Stellenwert in der Stadtentwicklung ein. Sie werden für das Sport- und Bewegungsleben der Bevölkerung immer wichtiger.
Sie fördern Gesundheit, Lebens- und Aufenthaltsqualität und Begegnung - besonders, wenn sie gut erreichbar sind. Barrierefreiheit und Zugang der Sportanlagen auch für nicht im Verein organisierte Freizeitsportler sind wichtige Voraussetzungen für die Akzeptanz von öffentlichen Bewegungsräumen.
Klaus: Ja, ich halte es für sinnvoll, den EMTV bei der städtebaulichen Planung einzubeziehen. Ich begrüße es, wenn wir in Elmshorn eine Stadtgestaltung bekommen, die zur Bewegung anregt. Der Verein verfügt über sehr viel Expertise in dieser Frage und kann wertvolle Impulse für die Schaffung und Nutzung öffentlicher Bewegungsräume geben.
Kipp: Ja. Um zur Bekämpfung von Volkskrankheiten das Pensum körperlicher Bewegung der Menschen auf möglichst vielen Ebenen zu erhöhen, sollte auch Stadtplanung einen sinnvollen Teil beitragen. Die Kompetenz von aktiven Vereinssportlern kann bei der Ideenfindung und Planung wiederum nur förderlich für den langfristigen Erfolg sein. Außerdem ist gemeinsame Bewegung zusätzlich positiv für das Zusammengehörigkeitsgefühl, was gesellschaftlich sehr wichtig ist.