Am 9. November ist es so weit: Schuby teilt sich ein Auto. Dahinter steckt der Plan, mobil zu sein, auch ohne eigenes Auto oder Zweitwagen.

12 Personen gründeten den Verein
Begonnen hatte alles vor drei Jahren, nach einer Ideensammlung im Ortsverein der SPD, mit der Gründung des Vereins Schuby mobil e.V.. Rüdiger Wiese scharte dazu 12 Gründungsmitglieder um sich. Alle Mitglieder verband die gemeinsame Idee der Anschaffung eines gemeinsam genutzten E-Autos, das Dörpsmobil. Man wollte damit vor allem Personen mit Zweitwagen zum Verzicht auf Individualverkehr überzeugen und E-Mobilität durch ein Sharing-Angebot als Alternative anbieten.
Das Elektrofahrzeug soll Einwohnern der Gemeinde klimafreundliche Mobilität ohne eigenes Auto ermöglichen und dient auch als Ergänzung des Öffentlichen Personennahverkehrs. Noch 2021 stellte man einen Wirtschaftsplan auf und lotete die Finanzierungsmöglichkeiten aus. Das Land Schleswig-Holstein fördert Dörpsmobil-Projekte ebenso wie die Aktiv Region Eider-Treene-Sorge e.V. und die Gemeinde Schuby.
In Schleswig-Holstein gibt es bereits über 30 erfolgreiche Dörpsmobilprojekte. Die Projekte werden allesamt ehrenamtlich organisiert und betreut.
Für alle Vereinsmitglieder
Der Verein Schuby mobil e.V. verfügt zunächst über ein E-Auto nebst Ladestation in der Dorfmitte der Gemeinde Schuby. Das Fahrzeug steht allen Vereinsmitgliedern zur Verfügung. Der Elektro-PKW hat eine Reichweite von bis zu 300 Kilometern und lässt sich über eine App oder ein Internetportal reservieren. Die Aufladung an der Schubyer Ladesäule in Theodor-Storm-Straße der ist für den Nutzer kostenfrei. Der Beitrag beträgt für eine Einzelmitgliedschaft 60 Euro im Jahr, die Leihgebühr für das Fahrzeug 3,50 Euro. die Stunde. Nach zehn Freikilometern pro Stunde kostet jeder weitere Kilometer 0,10 Euro. Es gibt Tagesund Nachttarife sowie Sonderkonditionen für Familien, Vereine und Firmen.
kw
Erkenntnisse aus der Schleiforschung
Wie steht es um unsere Lebensader Schlei? Wie können wir ihren ökologischen Zustand messen und welche Möglichkeiten gibt es, negative Einflüsse auf unseren Meeresarm zu vermindern? Diese und weitere Fragen beantworten Experten und Forschende beim „Tag der Schleiforschung“, zu dem der Naturpark Schlei einlädt.
In Kurzvorträgen berichten die Experten gut verständlich über ihre Arbeit an Land und unter Wasser stets mit dem Fokus auf die Nährstoffbelastung des Meeresarms. Der Verein Naturpark Schlei beschäftigt sich seit 2020 mit dem „Modellprojekt Schlei“ intensiv mit dem ökologischen Zustand der Schlei und entwickelt gemeinsam mit den Naturparkgemeinden, Landnutzern und anderen Akteuren neue Ideen zu seinem Schutz. Die Veranstaltung findet morgen von 10 bis 17 Uhr in der A.P.-Møller-Schule in Schleswig, Fjordallee 1, statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Interessierte können nach Lust und Laune entweder einzelne Vorträge oder die gesamte Vortragsreihe besuchen. Naturpark-Ranger bieten eine Kinderbetreuung an.
dod