Im November liegen Tage wie Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag. Viele sehen in diesem Monat eine Zeit für Tod und Trauer. Doch an Tagen wie diesen wird nicht nur getrauert, sondern auch jenen Verstorbenen gedacht, die positiven Einfluss auf das eigene Leben hatten – sei es innerhalb oder außerhalb der eigenen Familie.
Viele Menschen besuchen die Gräber ihrer Lieben auf Friedhöfen. Sie schmücken die Grabstätten mit Kerzen, Blumen und Bildern und verbringen Momente des stillen Gedenkens. Gemeinsam mit Familie und Freunden kommen sie zusammen, um im Gottesdienst den Verstorbenen zu gedenken.
Gedanken mit anderen teilen
Die Feiertage im November bietet die Gelegenheit, Trauer zu teilen und zu erkennen, dass der Tod zum Leben dazugehört. Es erinnert uns daran, wie wichtig es ist, Liebe und Wertschätzung auszudrücken - sowohl zu Lebzeiten als auch darüber hinaus. In einer hektischen Welt ermöglicht uns Allerheiligen, innezuhalten und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren: den Wert unserer Mitmenschen und die Erinnerung an die Verstorbenen.
Den Wert der Erinnerung erkennen
Es ist eine Zeit des Gedenkens, der Dankbarkeit und der Hoffnung auf ein Wiedersehen jenseits dieser Welt. In dieser besonderen Zeit des Jahres möchten Menschen gemeinsam trauern, sich unterstützen und Trost spenden. Auch wenn die Trauer schmerzhaft ist, können wir an diesen Tagen der Erinnerung Kraft schöpfen und die Erinnerung an die Verstorbenen lebendig halten.
Trauertage sind eine Gelegenheit, unseren Schmerz zu teilen und gleichzeitig zu erkennen, dass der Tod ein natürlicher Teil des Lebens ist. Es erinnert uns daran, wie kostbar und wertvoll unsere gemeinsame Zeit ist und wie wichtig es ist, unsere Liebe und Wertschätzung füreinander auszudrücken sowohl zu Lebzeiten - als auch darüber hinaus, so Präsident Ralf Michal vom Bundesverband Deutscher Bestatter.
Unterstützung in Zeiten der Trauer
Ausgebildete Bestatter, unterstützen Hinterbliebene nicht nur bis zur Bestattung, sondern bieten auch seelsorgerische Begleitung danach an. In ihren Räumen finden häufig Trauergruppen oder Trauer-Cafés statt, die oft ehrenamtlich begleitet werden. Trauernde können weitere Informationen in Bestattungsinstituten erhalten oder sich direkt an Selbsthilfegruppen, Vereine, Wohlfahrtsverbände oder kirchliche Einrichtungen wenden. Darüber hinaus bieten auch Psychotherapeuten oder Bildungseinrichtungen wie die Volkshochschule Kurse und Unterstützung an. In Zeiten der Trauer muss niemand allein mit seinem Schmerz fertig werden.
BdB